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Premiere Space Dream, die Neuauflage in Mundart

Premiere Space Dream, die Neuauflage in Mundart Reto Turotti / szenemagazin.ch

Zum 25 Jahr Jubiläum wurde das Space Dream Musical nochmals neu aufgelegt. Während im Original in Hochdeutsch gesprochen und in Englisch gesungen wurde, gibt es jetzt alles in Mundart.

Empfangen werden wir am Eingang von in silbernen Einteilern gekleideten Damen. Das Ganze sieht schonmal futuristisch aus. Im Foyer kann man sich nochmals vor der Show verpflegen, während sich dieses langsam mit den rund 600 geladenen Premierengästen füllt. Der Gong fordert nun alle auf, sich in den Saal zu begeben.

Solara eröffnet das Musical. Ihre Stimme wird von Halleffekten epischer und stärker gemacht.  Nein, ich werde euch jetzt nicht die ganze Story erzählen, wer diese nachlesen will, der klicke hier (https://spacedream.ch/story/).  Das Musical ist gekonnt für das 21 Jahrhundert adaptiert worden. Es werden Namen und Gegenstände eingebaut, welche man bei der ersten Version noch nicht kannte. So soll sich zum Beispiel Reachel mittels Tinder ein Date verschaffen. Witzig dann die Umsetzung, wie die einzelnen Profile der «Kandidaten» aus ihrem Handyscreen kommen. Die Hauptcharakter werden während dem Musical immer wieder durch Tanzeinlagen begleitet. Musikalisch untermahlt wird das ganze durch eine fünfköpfige Band. Während dem Rennen im Weltall tauchen die beiden Gitarristen in den Kulissen auf und spielen doch recht harte Gitarrenriffs. Mit «Flüg eifach Los» geht es dann in die Pause.

Maag Halle Zürich

 

Unter den Gästen befindet sich auch der Götti der Produktion, Claude Nicolier. Er war schon bei der Erstausgabe Pate und nahm damals sogar eine CD des Musicals mit ins Weltall. Man sieht, das Musical ist etwas für Jung und Alt. Es hat auch mehrere Kinder im Publikum, welche dank der Mundartaufführung der Geschichte ohne Probleme folgen können. Auch mit anwesend sind die Urschöpfer, welche gespannt der neuen Version von Regisseur Rolf Sommer lauschen

In der zweiten Hälfet bläst Königin Rava zum Kampf. Hier kommt bei mir die gerade aktuelle Weltlage in den Sinn. Die Kämpfer von Rava werden durch LEDs in Blau und Gelb beleuchtet. Ob da Absicht dahinter steckt? Die grosse Explosion wird mit Pyroeffekten und Feuer simuliert, welches man bis in die 22te Reihe spürt. Kurz vor dem Schluss kommt Reachels Freundin fertig gekleidet und bereit für die Streetparade auf die Bühne. Ein Raunen und Lächeln geht durch das Publikum, denn es hat einig darunter, die das alte Kostüm von Macchina erkennen. Das Ensemble erntet eine Standing Ovation als sie sich von uns verabschieden. Christoph Rüdt kommt auf die Bühne und stellt noch das Team hinter dem Musical vor, bevor es dann retour in die Lobby zur Premierenparty geht.

Im Grossen und Ganzen ist das Musical eigentlich relativ einfach gehalten. Die Requisiten werden manuell von den Künstlern selbst hin und her geschoben. Es wird mehr Wert auf das Schauspiel und den Gesang gelegt als irgendwelche extravaganten Kulissen. Mir als verwöhnter Musicalbesucher hat es sehr gut gefallen. Klar, man darf es nicht mit den pompösen Produktionen wie dem Phantom der Oper in New York oder Starlight Express in Bochum vergleichen. Für Schweizer Verhältnisse ein sehr schön gemachtes Musical, das man jedem nur empfehlen kann.

 

 

Eventdatum: 09.03.2022

Fotograf:  Reto Turotti / szenemagazin.ch

Location:  Maag Music Hall, Zürich

Veranstalter: MAAG Music & Arts AG

Zuschauerzahl:  600

 

 

Weitere Informationen

  • Fotograf/-in: Reto Turotti
Publiziert in Konzert

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