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Dem Aufstieg in die Nationalleague ein Stück näher

Dem Aufstieg in die Nationalleague ein Stück näher Marcel Kaul / szenemagazin.ch

Im zweiten Playoff-Finalspiel in der stimo Arena kann der EHC Kloten ein klares Resultat zeigen und bezwingt den EHC Olten mit 4:1.

Es ist Ostersamstag 16:30 Uhr und die Fans strömen in Richtung stimo Arena. Beim Eintreten sehe ich schon, dass die grosse Choreo vorbereitet ist. Auch die Zettel bei den Aufgängen machen darauf aufmerksam, dass man sich 10 Minuten vor Spielbeginn an seinem Platz befinden solle. Beim Einlaufen des EHC Klotens dann der Gänsehautmoment: Alle halten den ca. A0 grossen Papierbogen in die Höhe, die auf ihren Plätzen lagen und verwandeln das ganze Stadion in eine grosse Choreo.

Während der Startphase kommt der EHC Kloten etwas unter Druck. Der EHC Olten kann gleich zu Beginn angreifen und beschäftigt unsere erste Linie. Ein Versuch von Andri Spiller, der reicht aber nicht für ein Führungstor. Der ehemalige Klotener Dominic Forget muss nach 5:31 für seinen Stockschlag zur Strafbank. Diese erste Überzahlsituation wird von Robin Figren auf Pass von Marchon und Knellwolf eiskalt ausgenutzt: ein berüchtigter Figrenhammer zappelt im Oltener Netz. In der achten Minute ein erstes Boxplay für die Gastgeber. Nicholas Steiner muss für seinen Haken raus. 27 Sekunden später sehen die Schiedsrichter einen Check gegen den Kopf, ausgeführt von Niki Altorfer. Aus meinem Blickwinkel hat es wie ein harter, aber fairer Check ausgesehen. Aber eben, der Blickwinkel kann täuschen. In dieser doppelten Überzahl zeigt der EHC Olten jedoch nicht wirklich sein Können. Es ist eher so, dass der Gastgeber immer wieder die Scheibe kontrolliert. Dies führt sogar so weit, dass das Dreierboxplay sogar zu Angriffsmöglichkeiten kommt. Zu Beginn der 10. Spielminute findet dann aber Dominic Forget die Lücke und kann zum Ausgleich einschieben. Man merkt, die Stimmung bei den Spielern ist aufgeheizt. So erhält Lukas Lhotak 46 Sekunden nach dem Torjubel eine 2+2 Minuten-Strafe für einen Kopfstoss. Nach dem Pfiff zur Drittelspause kochen die Emotionen nochmals kurz über. Kindschi, Marchon und Antonietti geraten sich in die Haare und werden hierfür bestraft. Kindschi kassiert eine 5 + Spieldauerstrafe für seinen Check gegen den Kopf, Marchon und Antonietti jeweils eine zweier für übertriebene Härte.

 

Bild: Marcel Kaul (szenemagazin.ch)

 

Somit beginnt das Mitteldrittel mit einer gefüllten Strafbank auf beiden Seiten. Der EHC Kloten jedoch in Unterzahl, da Kindschis Strafe auch noch abgedeckt werden muss. Auch dieses Boxplay kann der EHC Kloten kontrollieren und kommt erneut wieder zu Angriffsmöglichkeiten. Doch diesmal bleibt es nicht bei den Möglichkeiten, denn Flurin Randegger sieht den hinter den Oltener Verteidigern stehenden Robin Figren. Dieser nimmt den Pass dankend an und zieht in Richtung Simon Rytz. In Penaltymanier sucht sich Figren die passende Lücke und versenkt die Scheibe im Netz zum Shorthander und erneuten Führungstreffer. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass dieser Shorthander der Oltener Moral gar nicht dienlich ist. Sie kriegen einfach nichts mehr auf die Reihe. Die beiden Strafen, die sie dann noch erhalten macht die Sache nicht besser. Kopfschmerzen bereitet ihnen aber vor allem der herausragend spielende Tim Wolf. Ein Parade nach der anderen. Wir nähern uns langsam, aber sicher der zweiten Drittelspause. Die Klotener formieren einen weiteren Angriff und Andri Spiller, der im Scheibenbesitz ist, findet keine Anspielstation. So kurvt er einmal hinter dem Oltener Tor hindurch wieder in Richtung blaue Linie. Da er immer noch keinen Passpartner findet, entscheidet er sich kurzerhand dazu, den Torschuss selbst zu versuchen. Er findet genau die Lücke und kann mit einem satten Schuss die Führung ausbauen. So kann der Gastgeber mit einer etwas beruhigenden 3:1-Führung in die Pause gehen.

Die letzten 20 Minuten gehen relativ zügig vorbei. Michael Loosli wird für übertriebene Härte für zwei Minuten vom Eis geschickt. Ein weiteres Powerplay der Oltener vergeht unverrichteter Dinge. Die Gäste haben den Willen noch nicht verloren und versuchen immer wieder aufzuholen, doch Tim Wolf macht ihnen einen Strich durch die Rechnung. Für einmal ist Figren nicht zuvorerst, sondern Eric Faille. Dieser geht wortwörtlich ab durch die Mitte auf Simon Rytz los und erwischt ihn beim Nachhaken. Dieses 4:1 bricht den EHC Olten und man bekommt das Gefühl, dass sie aufgeben. Sie können nochmals zwei weitere Strafen abwehren, dies aber auch, weil der EHC Kloten gar nicht mehr wirklich versucht, den Spielstand noch weiter zu erhöhen.

Mit diesem 4:1-Sieg kann der EHC Kloten die Playoffserie auf 2:1 erhöhen. Wenn die Flughafenstädter am Montag in Olten auch so sicher aufspielen, sollte ein Sieg in der Eisbahn Kleinholz möglich sein. Ob es dann am Mittwoch erneut mit 7600 Zuschauern im ausverkauften Stadion zur Aufstiegsfeier kommt: wir können nur hoffen und werden sehen.

 

 

 

EHC Kloten vs. EHC Olten  4:1 (1:1 | 2:0 | 1:0)

Schüsse aufs Tor: 41:21 (15:5 | 15:5 | 11:11)

 

Details zum Spiel: Gamecenter SIHF 

Aufstellung: TeamRoaster

 

Eventdatum: 16.04.2022

Fotograf:  Marcel Kaul / szenemagazin.ch

Location:  stimo arena, Kloten

Veranstalter: EHC Kloten

Zuschauerzahl:  7600 (ausverkauft)

 

 

Weitere Informationen

  • Fotograf/-in: Marcel Kaul
Publiziert in Sport

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