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Der EV Zug verkürzt in der Finalserie auf 2:3

Der EV Zug verkürzt in der Finalserie auf 2:3 Reto Turotti / szenemagazin.ch

Dario Simion vermiest die Meisterparty des ZSC mit seinen drei Toren. War der Restausschluss von Pedretti gerechtfertigt oder ein Irrtum der Schiris?

 Die Zuger kommen mit viel Dampf aus der Kabine und machen dort weiter, wo sie am Montag erfolgreich aufgehört haben. Chancen um Chancen erarbeiten sie sich und die Lions kommen in den ersten zehn Minuten kaum aus dem eigenen Drittel raus. Eine erste Strafe gegen Schäppi überstehen die Lions schadlos und kommen dann ihrerseits zu Möglichkeiten. Die Grösste hat Hollenstein, als er plötzlich allein vor Genoni steht und scheitert. Weitere Minuten später haben die Zürcher die grösste Chance im ersten Drittel, als die Scheibe von einem Zuger abgelenkt wird und an die Latte knallt. Das Spiel nimmt an Härte zu, was dann kurz vor Ende des ersten Spielabschnitts mit dem Foul von Pedretti an Suri für beide ein jähes Ende nimmt. Pedretti seinerseits bekommt eine fünf Minuten plus Dauerspielstrafe und Suri muss das Eisfeld nach dem angeblichen Kniestich von Pedretti auf allen Vieren verlassen. Aus meiner Sicht direkt von oben sehe ich das eher als einen unglücklichen Zusammenprall als einen absichtlichen Kniestich. Grönborg war ausser sich vor Wut und schrie die Schiris lautstark an. Weiter geht es mit den Strafen gegen den ZSC. Weber geht mit einem Crosscheck auf Hofmann los und der lässt sich theatralisch fallen. Somit kann Zug mit fünf gegen drei agieren und setzt den Kasten der Zürcher bis zur Sirene des ersten Drittels unter permanenten Dauerdruck, leider ohne zählbares Resultat. So bleibt es beim 0:0 nach den ersten zwanzig Minuten.

 

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Die Zuger können zu Beginn des mittleren Spielabschnitts weiter mit einem Mann agieren, bringen aber auch in dieser Zeit kein Tor zustande. Die Zürcher ihrerseits kommen besser in die Gänge und können das Spiel ausgeglichen gestalten. Malgin und seine Stürmerkollegen aus der ersten Reihe kommen zu weiteren Chancen, die jedoch Beute von Genoni werden. Wie es so ist, machen die einen viel Druck und die anderen schiessen die Tore. In der 31. Minute wird der Reigen eröffnet durch den Zürcher Center Denis Malgin. Er übernimmt die Scheibe in der neutralen Zone, zieht mit viel Schwung auf der rechten Seite in den Bullykreis und trifft mit einem Handgelenkschuss an Genoni vorbei zum 0:1 für den ZSC. Die Zuger sind geschockt und die Gäste versuchen nachzudoppeln, was ihnen leider nicht gelingt. Krüger muss nach einem ungeahndeten Foul von Kreis verletzt in die Kabine. Die Zuger schaffen in der 38. Minute den Ausgleich durch Simion auf Vorarbeit von Kovar. Ein Tor fürs Lehrbuch, wie man einen Konter fährt und den Mitspieler passgenau bedient. Kovar wird zwischen Schoner und Fanghand erwischt und die Bossard Arena tobt nach dem Ausgleich zum 1:1. Das ist der Spielstand nach 40 Minuten.

Sehen wir hier einen weiteren Krimi im Spiel der beiden Topmannschaften? Wird die Regel in den vorangegangenen Spielen bestätigt, dass diejenige Mannschaft gewinnt die mit 0:1 zurückliegt? Ja. Die Zürcher erarbeiten sich weitere Chancen und Sigrist trifft nur das Metall der Zuger. Zehnder wird nach einem Bandencheck (nur) für zwei Minuten auf die Strafbank beordert. Aus meiner Sicht wäre hier im Minimum eine zwei plus zwei Minutenstrafe angebracht gewesen. Somit kommen die Lions zum Powerplay, was dann zum Fiasko wird. Nach einem schlechten Rückpass von C. Baltisberger kann Kovar den Puck hinter dem Kasten der Lions übernehmen und passt im Fallen zu Simion, der dann Jakub Kovar mit einem satten Schuss in die hohe Ecke bezwingt - und das in Unterzahl. 2:1 für die Zuger. Die ausverkaufte Bossard Arena tobt und die Gäste auf der Tribüne wie Kevin Schläpfer und David Degen (Präsident FC Basel) jubeln mit. Weiter geht auf dem Eis und die Zuger sehen sich ins eigene Drittel zurückgedrängt von den Zürchern, die jetzt alles auf eine Karte setzen. Grönborg nimmt Kovar in der 57. Minute raus. Bully für die Lions in Drittel der Zuger. Der Puck flitzt schnell durch den Slot der Zuger. Simion kann einen Pass abfangen und befördert die Scheibe ins leere Tor der Lions zum 3:1. Auch der letzte Treffer geht auf das Konto des besten Spielers der Zuger Dario Simion zum Schlussresultat von 4:1 für den amtierenden Schweizer Meister Zug. So kommt es am Freitag zum letzten Spiel im Hallenstadion in Zürich und alle hoffen, dass der ZSC nach 72 Jahren im Hallenstadion den 10. Meistertitel feiern kann.

 

 

 

EV Zug vs. ZSC Lions 4:1 (0:0 | 1:1 | 3:0)

Schüsse aufs Tor: 33:27 (16:8 | 9:9 | 8:10)

Details zum Spiel: Gamecenter SIHF

Aufstellung: TeamRoaster

 

 

Eventdatum: 27.04.2022

Fotograf:  Reto Turotti / szenemagazin.ch

Location:  Bossard Arena, Zug

Veranstalter: EV Zug

Zuschauerzahl: 7200

 

  

Publiziert in Sport

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