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Tutanchamun Ausstellung @ Halle 622

Tutanchamun Ausstellung @ Halle 622 Marcel Kaul / kaulphotographs.com

Der goldene Pharao- im Herzen von Zürich

Seit ich denken kann, verbinde ich mit Ägypten vor allem eins: Tutanchamun.

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Der goldene Pharao wurde bekannt durch die Entdeckung der Schätze in seinem Grab. Vor etwa einem Jahrhundert entdeckte es Howard Carter. Es war unter einem der unzähligen Ramsesgräber versteckt. Welch ein Glücksgriff, dass es überhaupt gefunden wurde, denn wer sucht schon unter einem bestehenden Grab? Vielleicht sollte es nicht entdeckt werden oder vielleicht war es ein Unfall, dass die Ägypter ein Ramsesgrab darüber bauten. Wir wissen es nicht. Es weht ein Geheimnis um diesen Pharao, den anscheinend die Götter erwählt haben um die Wende in Ägypten zu bringen. Denn sein Vater Echnaton, der eigentlich Amenophis hiess, hatte Ägypten verwüstet und buchstäblich ins Chaos gestützt. Er glaubte nicht an die alten Götter, zerstörte viele Heiligtümer und alles, was sie abbildeten.

Sein Sohn sollte alles wieder gut machen, was sein Vater angerichtet hatte. Anscheinend hat er seinen Job gut gemacht auch wenn er nur achtzehn Jahre alt wurde. Es war sicher nicht leicht diese Bürde zu tragen. Auf jeden Fall wurde er mehr als verehrt. Sein Grab war bestückt mit den grössten Schätzen Ägyptens. Gold und Edelsteine gaben sie ihm mit auf seine Reise ins Jenseits. Nur die wertvollsten Dinge lagen in seinem Grab. Doch was soll er damit, wenn er doch tot ist? Die Ägypter glaubten wie viele andere an die Wiedergeburt und ein Leben nach dem Tod. Das Leben ist ein endloser Kreislauf. Dieser Glaube wurde immer wieder aufgegriffen von anderen Religionen. Wo hat alles seinen Ursprung? Diese Frage hat schon viele Kriege herausbeschworen und tut es auch immer noch. Mein Geschichtsunterricht ist schon etwas her und doch fasziniert mich dieses Thema sehr. King Tut, wie er liebevoll genannt wurde, wird immer nur in Verbindung mit der Ausgrabung erwähnt. Mit acht Jahren bestieg er den Thron und er war der letzte Pharao seiner Dynastie. Der goldene Pharao ist Ägyptens ganzer Stolz. Auch die Götter schienen ihn beschützt zu haben, denn sie sind in unzähliger Form als Statuen in Gold und Edelsteinen mit ihm auf die Reise ins Jenseits gegangen.

 

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Und nun ist King Tut doch tatsächlich in Zürich. In der Zeit, in der Corona wütet, gibt es eine sehr eindrucksvolle Ausstellung, die uns ablenkt von der Masken- und Desinfektionsmittelpflicht. Es ist wie eine Reise in die Vergangenheit. 100 Jahre zurück und auf einmal sind wir bei Howard Carter und entdecken mit ihm gemeinsam das verschollene Grab. Wir schauen einen Film und sind froh, dass er trotz aller Herausforderungen, an sich und King Tut geglaubt hat. Sonst hätten wir nie all die Schätze sehen können. Der Glaube versetzt Berge. Wieder einmal beweist es, dass dieser Satz wahr ist. Denn diese Ausstellung beschreibt zwei Männer, denen genau das gelungen ist. Der Eine, in dem er den anderen trotz aller Hindernisse ausgrub und der Andere, in dem er vor etwa 3000 Jahren ein zerstörtes Ägypten wieder stabilisierte.

 

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Vielleicht kann uns King Tut jetzt auch helfen, indem er uns daran erinnert, dass wir daran glauben können, dass Corona uns nicht besiegen kann. Egal was passiert, wir halten es durch. Vielleicht können wir jetzt nicht nach Ägypten reisen und uns alles vor Ort anschauen. Doch das müssen wir jetzt nicht mehr, denn bis November ist Ägypten genau hier bei uns im Herzen von Zürich, mitten unter uns. Ein Blick in diese Ausstellung zu werfen, lohnt sich sehr, denn sie zeigt sehr übersichtlich und eindrucksvoll, wie das Grab entdeckt wurde. Man taucht in die Geschichte ein und kann für einem kleinen Moment die Gegenwart vergessen.

Die Ausstellung wurde verlängert und dauert voraussichtlich bis am 8.11.20, evtl. auch noch länger.

 

 

Eventdatum: 09.07.2020

Text:  Sabrina Tessmer / szenemagazin.ch

Fotograf:  Marcel Kaul / kaulphotographs.com

Location:  Halle 622, Zürich

Veranstalter: MAAG Music & Arts AG

 

Publiziert in Event