Alphaville bringen Big in Japan ins Kongresshaus Zürich
Marcel Kaul / szenemagazin.ch
Aus dem Gründungstrio von Alphaville ist nur noch Marian Gold dabei. Dennoch kommen Jugendzeit-Erinnerungen auf.
Der heutige Gang führt mich ins Kongresshaus. Ja, ich bin selbst erstaunt, dass so eine Band zum Beispiel nicht im Volkshaus auftritt. Ebenfalls etwas fragwürdig finde ich, dass die Show in Zürich komplett bestuhlt ist, währenddessen der Gig vom Februar in Wien Stehplätze im Parkettbereich verfügt. Die Show beginnt beinahe pünktlich um drei Minuten nach sechs Uhr, ja 18:00 Uhr. Das Haus ist praktisch ausverkauft, zumindest hatte es am Abend zuvor nur noch etwa fünf Plätze frei.
Die Stimmung ist zu Beginn so lala. Das liegt vermutlich daran, dass sie heute ein Potpourri aus der 40-jährigen Bandgeschichte spielen. Die meisten heute Anwesenden kennen nur gerade die Top 3 ihrer Songs. Ich muss gestehen, dazu zähle auch ich, denn ich war damals noch zu jung, um mich wirklich mit Musik zu befassen. Da gab es noch Wichtigeres als die wohltuenden Klänge aus dem Lautsprecher.
Einmal mehr gibt es für uns Fotografen drei schwierige Songs, da das Kongresshaus lichttechnisch leider nicht zu den besten Adressen zählt. So versuchen wir aus dem vielen Blau das Beste rauszuholen. Danach verstauen wir unser Fotoequipment und begeben uns zu unseren Sitzplätzen, um den Rest der Show zu geniessen, während auf der Bühne gerade Big in Japan performt wird. Zu diesem Song gibt es einige Zuschauer, die aufstehen, mitklatschen und singen.
Alphaville – Die Synthie-Pop-Legenden
Alphaville ist eine deutsche Synthie-Pop-Band, die in den 1980er-Jahren zu Weltruhm gelangte. Sie ist bis heute für ihre eingängigen Melodien und melancholischen Texte bekannt. Mit Songs wie Forever Young und Big in Japan stürmten sie internationale Charts und etablierten einen unverwechselbaren Sound.
Dieser ist geprägt von synthetischen Klängen, eingängigen Melodien und oft melancholischen Texten. Die Musik der Band ist in der Regel sehr melodiös und leicht zugänglich, während die Texte oft tiefergehende Themen wie Liebe, Verlust und die Suche nach dem Sinn des Lebens behandeln.
Der Song Forever Young ist zweifellos das bekannteste Lied von Alphaville und hat die Band weltweit berühmt gemacht. Mit seiner eingängigen Melodie und dem optimistischen Text ist der Song ein echter Klassiker geworden und wird bis heute regelmässig in Filmen und Werbespots verwendet.
Man merkt gut, dass die Show früh begonnen hat. Selbst 45 Minuten nach Showbeginn trudeln immer noch Leute ein, die sich vermutlich auf einen Showstart von 20:00 Uhr eingestellt hatten. Nun, diese haben dann halt schon einiges verpasst.
Während der Show fällt und auf, dass nicht nur das Licht nicht optimal ist, sondern auch der Ton. Der Bass ist viel zu wuchtig und verdeckt die Gitarre und zum Teil auch das Keyboard. Die Backgroundsängerinnen Elisabeth und Ulrike gehen auch regelmässig unter. Einzig Frontmann Marian ist immer gut zu hören. Er meinte kurz vor einem weiteren Song: «Wir beten für Kamala Harris». Dies ist aber glaube ich nur von wenigen verstanden worden.
Alles in allem wäre es ein schöner Abend mit zwei Stunden deutschem Synthie-Pop gewesen, wenn da nicht der nicht optimal abgestimmte Ton gewesen wäre.
Eventdatum: 03.11.2024
Fotograf: Marcel Kaul / szenemagazin.ch
Location: Kongresshaus, Zürich
Veranstalter: act entertainment ag
Zuschauerzahl: unbekannt
https://www.szenemagazin.ch/konzert/item/1328-alphaville-bringen-big-in-japan-ins-kongresshaus-zuerich#sigProId87f73078c3
Weitere Informationen
- Fotograf/-in: Marcel Kaul
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