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Insanity/Promethee/Henriette B

Insanity/Promethee/Henriette B Dino Strebel / szenemagazin.ch

Pünktlich um 20:45 hiess es, im noch etwas spärlich besetzen Böröm, Lights out, Sound on!

Ohne wenn und aber preschten Henriette B aus Tavannes drauflos, und erfüllten die Ohren der Besucher mit Stakkatoriffs und Doublebasskicks die dann ganz hinten im Grosshirn explodierten und den Puls zum hüpfen brachte. Trotz sprachlicher Barrieren animierte die Band immer wieder zum mitmachen und dem obligaten "Es `at noche Platze `ier vorne", dem die illustre Menge gerne Folge leistete. Solide gespielt und mit zufriendenen Gesichtern im Publikum verliess die Band nach 40 min. die Bühne. 

Eine etwas längere Umbaupause später, enterten die 5 Mitglieder von Promethee die Bretter, und begannen ihr Set genause kompromisslos und gnadenlos Hart wie ihre Vorgänger. Schon bei den ersten Takten merkte der geneigte Zuhörer, dass hier Nägel mit Köpfen gemacht werden. Technisch verisiert und mit sichtlich viel Spielfreude offerierten Promethee ein Menu aus progressiven Saiteneinlagen und Growls. Ich bin immer wieder erstaunt wie die Sänger so ganz anders klingen, wenn sie mit dem Publikum reden. Um das holprige Französisch zu umgehen parlierten Promethee tout le temp in Englisch. Das Publikum, gut angeheizt von Henriette B, machte nun auch artig mit und  es wurde langsam heiss im Club. Nach einem gelungen Cover vovn Parkway Drive und ca. 1 Stunde verabschiedete das Publikum die Band unter Beifall.

And now something completely different. Insanity aus dem Entlebuch brachen wie eine Urgewalt auf die Meute nieder. Ihr New Yorker Hardcore, der sie schon um den halben Globus gebracht hat, wütete in den Gedärmen und Gebeinen der Fans von kompromissloser Musik. Straighte Riffs, ein perfekter Bass und ein Drumtiming par excellence, berührte auch den letzen noch stillsitzenden Biertrinker an der Bar. Zusammen mit der Band wurde gehüpft und gesprungen, was auch dem charismatischen und charmaten Sänger zu verdanken war. Ein Song folge dem nächsten, der Gig glich einer Ralley durch den Spiegel der Gesellschaft. Ausgepowert und tiefenenstpannt wurde das Publikum um Mitternacht wieder an die Bar entlassen, um sich die Hosen wieder zurechtzurücken und den Flüssigkeitsverlust auszugleichen. 

Eventdatum:   11.01.2020

Text: Dino Strebel / szenemagazin.ch

Fotograf:  Dino Strebel / szenemagazin.ch

Location:  Böröm, Oberentfelden

Veranstalter:   Böröm

Zuschauerzahl:   unbekannt

Publiziert in Konzert

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