Diese Seite drucken

Die Regular Season geht heute zu Ende

Die Regular Season geht heute zu Ende Marcel Kaul / szenemagazin.ch

Die Hoffnung, den heutigen Gegner Glarus Orks zu besiegen, ist da. Besonders nachdem die letzte Begegnung relativ knapp ausfiel. Eine Änderung der Rangliste würde dieser Sieg jedoch nicht einbringen.

Es ist wieder Mal Feiertag und für die Zurich State Spartans ein normaler Gameday. Wenigstens zeigt sich das Wetter heute von der guten Seite. Die Sonne strahlt und die Temperatur hat zirka angenehme 21 Grad. Um das Feld herum haben es sich einige Fans bequem gemacht, um ein hoffentlich interessantes Spiel zu verfolgen. Der Coin-Toss geht an die Glarus Orks und sie nehmen den Ball dann in der zweiten Spielhälfte. Ihr Startkick geht bis in die Endzone was heisst, dass sich die Offense der Spartans an der 25 Yard-Linie aufstellt. Der erste Spielzug heute wird durch den Whitehead abgepfiffen, da er ein Face-Mask gesehen hat. Hierfür werden die Gäste mit 15 Yards bestraft. Trotz dem geschenkten Vorwärtskommen können die Spartans dies nicht in mehr Raumgewinn umwandeln, weshalb die Gäste das Spiel übernehmen. Sie können sich in mehreren Drives und einem Wurfspiel bis zur 8 Yard-Linie vorkämpfen. Für die acht Yards and Goal brauchen sie jedoch vier Anläufe.

Eine Täuschung durch den Quarterback, er schaut zur Seitenlinie und gibt vor, mit dem Coach zu kommunizieren. Währenddessen verschiebt sich einer der Orks, nimmt den Ball an sich und überwindet den letzten Yard und die Grundlinie zum ersten Touchdown. Mit dem anschliessenden Fieldgoal steht es 0:7 im ersten Viertel. Die Spartans sind im Angriff, kommen jedoch nicht vom Fleck und noch schlimmer: es kommt zu einer Interception. Dadurch können die Orks von der 30 Yard-Linie her wieder weitermachen. Es folgt eine Pass Interference, weil der Blick nach hinten zum Ball gefehlt hat. Das bringt die Orks nochmals 15 Yards weiter nach vorne zu einem neuen First Down an der 16 Yard-Linie. Sie finden anschliessend die Lücke in der Defensive Line der Spartans und können weitere 6 Punkte buchen. Da das Fieldgoal daneben geht, steht es 0:13 zum Seitenwechsel, nachdem das erste Viertel um ist.

Der Start ins zweite Viertel misslingt den Gastgebern, denn sie müssen einen Fumble hinnehmen und das Angriffsspiel abgeben. Die Orks können ihren Drive an der 29 Yard-Linie der Spartans beginnen. Es kommt zum nächsten Fumble und die Gastgeber legen an der eigenen 17 Yard-Linie los. Nach drei erfolglosen Versuchen muss Philipp «Hägi» Hägeli punten. So wie es aussieht, hat er aber keine Lust dazu gehabt, denn er läuft mit dem Ball zur rechten Seite und kann Yards gutmachen und ein neues First Down herausholen. Viel weiter kommen sie jedoch nicht und nun soll es von der 34 Yard-Linie aus ein Fieldgoal werden - die Betonung liegt auf soll. Das Ei findet den Weg nicht zwischen den beiden Pfosten hindurch und so bleibt das Resultat mit 0:13 bestehen.

Als nächstes kommt etwas Verwirrung auf. Wir sehen einen Late Hit gegen einen Spartans-Spieler. Wir, vor allem Coach Flavio ist der Meinung, dass ein Late Hit per se ein Targeting ist, da man ja nicht wissen kann, ob der angegriffene Spieler noch unter Spannung stand oder ob er schon entspannt war. Zwei Schiedsrichter bestätigen, dass sie den Schlag gehört, aber nicht direkt gesehen hätten, da sie andere Situationen beobachtet haben. Der White Head hat das ganze ebenfalls nicht direkt gesehen. Er geht aber nicht pauschal von einem Targeting aus und pfeift nur den Late Hit. Davor hat es auch noch eine Personal Interference gegeben, diese aber gegen die Spartans. Die beiden Strafen heben sich nun gegenseitig auf.

 

Bild: Marcel Kaul (szenemagazin.ch)

 

Während der Halbzeit zeigen die Pink Ladies Cheer ihr können auf dem Spielfeld. Nach dem Spielbeginn im dritten Viertel müssen wir von der Seitenlinie zusehen, wie der Ball mit einem weiten Wurf zu Jean-Marc Frautschi fliegt und von ihm die Endzone getragen wird. Kuku Köchli kann den Touchdown nicht verhindern, trotz seiner Nähe zu Jean-Marc. Nun lässt die Konzentration bei den Gästen etwas nach. Zwei Würfe nacheinander kommen nicht an. Einer ist zu kurz, der andere wesentlich zu lang. Beim dritten steht Stefan Moll im Weg und fängt eine Interception. Den Spartans will aber auch nichts mehr gelingen. Sie müssen das Angriffsrecht wieder abgeben, nachdem sie vier Mal versucht haben, den Ball über 10 Yards nach vorne zu bringen. Dafür gelingt den Orks ein Laufspiel über geschätzt 30 Yards und sie können an der 35 Yard-Linie weitermachen.

Nach einem persönlichen Angriff gegen einen Spartans-Spieler kommt es jetzt zu einem Spielausschluss gegen die Orks. Grundsätzlich gibt es hierfür eine 15 Yard-Strafe, aber auch hier stimmen der Coach und ich überein, die wurde nicht vollzogen, denn das Spiel geht wieder an der 35 Yard-Linie weiter. Die Orks können weiter vordringen und bringen das nächste First Down an die 17 Yard-Linie. Und jetzt sehe ich das blanke Gegenteil zu vorhin, die Spieler helfen sich gegenseitig beim Aufstehen und es herrscht Freundlichkeit pur. Dies hilft den Spartans aber nicht, den nächsten Touchdown abzuwehren. Julian Landauer geht durch die Defense wie ein heisses Messer durch Butter. Er muss zwar ein wenig schlängeln, aber er kann die nächsten sechs Punkte schreiben. Wir haben noch neun Minuten zu spielen im letzten Viertel. Ein Dankeschön geht hier kurz an Domini, der mir immer die Zeiten durchgegeben hat.

Wenig später werden wir Zeugen der nächsten Interception. Dies liegt daran, dass Ephraim Züst einfach einen Kopf grösser ist und am richtigen Ort gestanden hat. Nicht nur das, er hat durch den Catch einen Kräfteanfall und spurtet los und bringt den Ball in die Endzone. Das anschliessende Fieldgoal passt, ganz knapp, denn der rechte Torpfosten wackelt noch eine ganze Weile, nachdem es schon bestätigt wurde. Das Scoreboard zeigt sechs Minuten vor Spielende ein vernichtendes Zwischenresultat von 0:34. Sollten noch mehr Punkte für die Orks folgen, dann greift die Mercy Rule. Die Spartans versuchen beim vierten und unbekannt wie viele Yards, nicht zu punten, sondern wollen dafür gehen. Leider endet dieser Wurf in den falschen Händen, in denen von Teemu Giger. Auch er sprintet los, kann aber wenige Yards vor der Grundlinie gestoppt werden. Hier folgt aber der zu erwartende Touchdown der Gäste und das dazugehörige Fieldgoal. Nachdem das Scoreboard nun knapp vier Minuten vor Spielende 0:41 anzeigt, setzt jetzt die Mercy Rule ein. Dies heisst, dass die Zeit läuft und nicht mehr gestoppt wird, ausser für Medical-Timeouts und die Two Minute Warning. Sekunden vor Schlusspfiff gibt es noch einen Fumble für die Orks, sie lassen aber die Zeit runterlaufen und so warten nun alle nur noch auf den Schlusspfiff, ohne dass nochmals ein Spielzug gestartet wird.

Fazit zum Spiel: das gibt viel Arbeit. Die Saison ist noch nicht fertig! Es folgt nun noch das Halbfinale auswärts gegen die Neuchâtel Knights. Dies macht das ganze nicht einfacher, aber das Wissen ist da, dass die Knights eigentlich zu schlagen sind. Es müssen nun einfach die Löcher gestopft und sich auch dann bewegt werden, wenn man weiss, dass man nicht angespielt wird. Die Sicherheit zwischen QB und Receiver sollte besser werden. Es sind jetzt zwei Wochen bis zum nächsten Game und in dieser Zeit ist trainieren, trainieren und nochmals trainieren angesagt. Vielleicht sind bis dann sogar ein paar der Verletzten wieder genesen und dann gibt es sogar eventuell einen Spielergleichstand. Für mich geht es jedoch zuerst an das CEFL-Final am 21.06.25 zwischen den Calanda Broncos und den Thonon Black Panthers.

 

 

Zurich State Spartans vs. Orks: 0:41 (0:6)

 

Eventdatum: 10.06.2025

Fotograf:  Marcel Kaul / szenemagazin.ch

Location:  Sportanlage Dürrbach, Wangen

Veranstalter: Zurich State Spartans

Zuschauerzahl: ca. 70

 

Weitere Informationen

  • Fotograf/-in: Marcel Kaul
Publiziert in Sport