Wenn der Flughafenpark zum Zauberpark wird
Michelle Brügger / szenemagazin.ch
Vom 25. November bis und mit 12. Dezember 2021 lädt der Flughafenpark nicht nur zu Spaziergängen und Verweilen ein. Er dient als Kulisse für den diesjährigen Zauberpark mit kunstvollen Lichtinstallationen, einem täglichen Kinderprogramm und Freiluft-Konzert am Abend.
Zwei Jahre dauerte die Planung des Zauberparks in Kloten. Und jetzt ist er für 18 Tage zu bestaunen. Bereits beim Betreten des «The Circle» am Zürcher Flughafen kommt Weihnachtsstimmung auf. Ein riesiger Tannenbaum, der komplett aus reflektierenden Kugeln besteht, umrandet von dunkelbraunen Chalets, an denen man sich mit heissen Getränken und Essen eindecken und Tickets für den Zauberpark erstehen kann.
Dann die paar Stufen hoch zum Eingang, wo man sich entweder für einen Spaziergang oder eine Fahrt mit der Bahn auf die Anhöhe entscheidet. Die Mitarbeitenden des Zauberparks sind allesamt an ihren weissen Jacken und den beschrifteten schwarzen Mützen zu erkennen. Sie geben gerne Auskunft und weisen auch jeden darauf hin, nicht die Bahn zu nehmen, weil man sonst die wunderbaren Lichtinstallationen verpassen würde.
Die Lichtkunst-Objekte sind den Fussmarsch wert
Entlang des Panoramawegs im Flughafenpark sind zwölf Lichtkunst-Objekte installiert, die man auf einem Rundgang bestaunen kann. Dafür sollte man sich mindestens 45 Minuten Zeit einplanen. Bei jeder Lichtinstallation ist eine Informationstafel angebracht, auf der man etwas über die Künstler und das Kunstwerk erfährt. Einige Objekte werden in einer Endlosschlaufe präsentiert, die zwischen 5 und 7 Minuten dauern. Andere wiederum sind interaktiv: Anfassen erwünscht.
Auf der Führung erklärt uns Mika Schell von NOA die einzelnen Lichtkunst-Objekte. Man merkt ihm das Engagement und Begeisterung für dieses Projekt an. Er plaudert aus dem Nähkästchen, verrät uns etwas über den Entstehungsprozess und beantwortet Fragen, die weder auf den Informationstafeln noch auf der Webseite des Zauberparks zu finden sind. Wir werden euch im Laufe der nächsten Tage alle Objekte genauer vorstellen und nehmen euch etappenweise mit auf die Reise durch den Zauberpark.
Parktiere
Es steckt viel Arbeit in diesen Lichtkunst-Objekten. Das grosse Reh zu Beginn des Rundgangs zum Beispiel hat geschätzte 230 Schweisspunkte, was rund 2 Wochen dauert. Darauf folgt die Veredelung und Verkabelung für die Lichter. Im Auftrag von noa.art wurden die Parktiere in Kooperation mit MK Illumination umgesetzt, die unter anderem auch den Flughafen Zürich jedes Jahr festlich einkleiden. Die Tiere stehen aber nicht nur majestätisch auf der Wiese – wer die Ohren spitzt, hört sie auch.

Hexx Øne
Wir spazieren weiter zur Installation in Hexagon-Form namens Hexx Øne. Licht und Klang passen sich dem Rhythmus der Personen an, die durch sie hindurchschreiten. Oder stehenbleiben. Dieser sechseckige Korridor wurde von Calidos aus Barcelona erschaffen.
Es erinnert mich ein wenig an Mario Cart – und tatsächlich wird dieselbe Installation im Rahmen des «Light Ride» auf der Lenzerheide verwendet.

Glückspilze
Nächste Station: Glückspilze. Der grössere Fliegenpilz am Wegesrand darf und soll berührt werden. Jede verbaute Lampe löst Klänge und Lichter aus, die aus der Richtung der umstehenden Pilze und Bäume sicht- und hörbar werden. So wird man zum Dirigenten einer einzigartigen Show. Die Bündner Künstler Roman Wilhelm und Moritz Vieli haben dieses Klangspiel im Auftrag von noa.art realisiert.

Die weiteren Lichtkunst-Objekte stellen wir euch später vor, aber so viel sei verraten: auch sie sind sehenswert! Die Abkürzung via Bahn oder gar «rechts abbiegen zum Genussdorf» in der Hälfte des Rundgangs empfehlen wir ganz und gar nicht.
Das Genussdorf
Ob nach dem Rundgang, vor oder während der Veranstaltung: im Genussdorf wird für Leib und Seele gesorgt. Von klassischen Winterspezialitäten wie Marroni, Glühwein oder Raclette über Festival-Classics wie Burger, Momos, Hakka Noodles, Gyros, Grillgut oder Empanadas und Churros werden auch typische Menüs aus Skigebieten wie Älplermagronen, Pizokel und Gerstensuppe angeboten.

Kinderprogramm am Nachmittag
Während des gesamten Zeitraums finden am Nachmittag Veranstaltungen speziell für die jüngeren Besucher statt. Auch hier ist das Angebot sehr variabel – von Musiktheater zu eine einer musikalischen Reise, über klassische Kinderlieder zu Rap für Kinder und schlussendlich eine Theateraufführung und Zauberei.
Das Programm startet jeweils um 18 Uhr.
Musikalischer Abschluss am Abend
Jeden Abend um 20:15 Uhr steht ein Act aus der Schweizer Musikszene auf der Zauberparkbühne. Den Auftakt am 25. November 2021 machte 77 Bombay Street (Bericht) und begeisterte am ersten Abend rund 1000 Zuschauer. Wer sonst noch auf der Zauberbühne stehen wird? Das ist das Lineup: Pedestrians, Klischée, Seven, Jaël, Philipp Fankhauser, Loco Escrito, Baschi, ZIAN, Black Sea Dahu, Dabu Fantastic, Lo & Leduc, Kunz, Anna Rossinelli, Pablo Nouvelle, Kadebostany, Andryy und Luca Hänni.

Es lohnt sich auf jeden Fall, einen kurzweiligen Nachmittag oder Abend im Zauberpark zu verbringen. Nähere Informationen und Tickets findet ihr auf der offiziellen Webseite.
Eventdatum: 25.11.2021
Fotograf: Michelle Brügger / szenemagazin.ch
Location: The Circle, Flughafen Zürich
Veranstalter: No Ordinary Art - NOA
https://www.szenemagazin.ch/event/item/692-wenn-der-flughafenpark-zum-zauberpark-wird#sigProIdfcf7ea99f4
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