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Joe Bonamassa live in concert im Hallenstadion

Joe Bonamassa live in concert im Hallenstadion Reto Turotti / szenemagazin.ch

Am «Tag der Arbeit» zelebriert Joe Bonamassa & Band seine hohe Kunst. Für alle Blues- und Blues-Rock-Fans ist der Guitar Event of the Year nichts weniger als ein Muss. Es ist einfach Musik pur und so kommt es auch rüber.

Es ist kurz vor 20:00 Uhr, als das Licht im Hallenstadion auf der Bühne angeht und der Spot auf den legendären Joe Bonamassa gerichtet ist. Die ersten Töne von Evil Mama aus dem Album «Remdemption» dröhnen durch die Arena und das Publikum applaudiert kurz und geniesst dann den genialen Song. Ich stehe seitlich von der Bühne und habe einen guten Blick. Die Kamera ist auf den Meister gerichtet. Ich muss mich konzentrieren, denn auch ich geniesse die Musik. Kurzer Wechsel der Gitarre und es geht nahtlos weiter mit Dust Bowl aus dem gleichnamigen Album von 2011. Für den nächsten wechselt er wieder das Instrument und performt den Titel Love Aint a Love Song. Es ist ein rockiger Titel mit schnellen Keyboard- und Drum-Passagen. Dann ist Schluss mit Fotografieren und ich bringe mein Equipment in Sicherheit. Noch schnell ein Bier nehmen und wieder zurück ans Konzert, wo ich von Conrad Surber von allBlues einen optimalen Platz bekommen habe. Danke an dieser Stelle an ihn für den Support. Ich höre von Weitem Self Inflicted Wounds erklingen. Ein wunderbares, langsames Lied, das unter die Haut geht. Hier steht die Stimme von Joe Bonamassa im Vordergrund. Begleitet wird er von zwei Background-Sängerinnen. Endlich begrüsst er die 5000 Zuschauer im Hallenstadion.

Vier Jahre nach seinem letzten begeisternden Konzert kehrt Joe Bonamassa, der mitreissendste Gitarrist zwischen Blues und Rock, zurück auf die Bühne im Hallenstadion. Es ist sein einziges Schweizer Konzert auf der diesjährigen Spring Tour 2023. Es geht weiter mit Heart that never Waits aus dem Album «Tales of Time». Auch dieser Song beginnt langsam und steigert sich dann gegen das Ende. Einmal mehr zeigt er seine Fingerfertigkeit an der Gitarre. Am Keyboard gibt der legendäre Reese Wyans ein Solo. Wyans wurde im Jahr 2015 in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen und das mit knapp 70 Jahren. Heute ist er 75 und spielt immer noch wie ein 40-Jähriger am Keyboard. Ich bin beeindruckt von seiner Leistung und seiner Geschwindigkeit an den Tasten. Jetzt wird es bluesiger in der Halle und die Beats werden auch wieder schneller. Der Gitarrist Joshua Smith gibt ein Solo, das dann von Joe Bonamassa begleitet wird. Gegen Ende von Shout about it (fast 8 Minuten) ist dann der Meister wieder am Zuge mit hammerhaften Gitarrenriffs und einem unwahrscheinlichen Tempo. Wow, war das geil und es zeigt einmal mehr, warum er einer der besten seines Fachs ist.

 

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Ich habe ihn das erste Mal im Moods in Aarau gehört, wo er mich bereits begeistert hat. Jahre später war er als Support Act der Rolling Stones auf Tour. Weiter geht es mit Double trouble. In diesem Song spielt Reese Wyans eine Hauptrolle. Er gibt das Tempo vor und die Lyrics von Joe Bonamassa begleiten das Ganze. Nun tritt der Meister ans Mikrofon und stellt namentlich die Band vor, die aus folgenden Musikern besteht: Calvin Turner (Bass), Joshua Smith (Gitarre), Carl Carter (Drums), Reese Wyans (Keys) und die beiden Background Sängerinnen Jade McGray aus Australien und Danielle De Andrea. Zu guter Letzt stellt er sich kurz und bündig vor: Ich bin Joe Bonamassa. Lautes Lachen tönt durch die Halle. Jeder der einzelnen Musiker gibt bei der Vorstellung noch ein kurzes Solo.

Ein kurzer Blick auf meine Uhr zeigt mir, dass sie schon über 90 Minuten gespielt haben. Mit I didn’t think she would do it geht es weiter mit einem rockigen Lied, ebenfalls aus dem Album «Tales of time». Gegen Ende des Songs gibt Carl Carter ein super Solo auf den Drums und begeistert das Publikum, das es dann mit einer Standing Ovation verdankt. Die Zeitreise durch das Repertoire von Joe Banamassa geht weiter mit Conversation with Alice, ein eher ein rockiger Track, den er gegen Ende zusammen mit Joshua Smith performt. Wieder kurzer Wechsel des Instruments und er stimmt den Titel Happier Times an. Dieser Song zeigt auf, wie er seine Gitarre beherrscht und ist schon über zehn Jahre alt. Mit Lonely Boy und Just got Paid endet ein aus meiner Sicht eines der besten Konzerte und das Publikum steht auf und applaudiert dem Meister des Blues und Rock. War es das? Nein, denn bei Joe Bonamassa darf auf keinen Fall Sloe Gin fehlen. Dort zeigt er nochmals alle Facetten seines Könnens und zieht den Titel in die Länge. Dieser Song ist für mich das Highlight und er geht wirklich unter die Haut. Nach fast zweieinhalb Stunden geht ein wunderbarer Abend für mich zu Ende, der noch lange in Erinnerung bleibt. Auf dem Heimweg höre ich Joe Bonamassa. Was denn sonst?

 

 

Eventdatum: 01.05.2023

Fotograf:  Reto Turotti / szenemagazin.ch

Location:  Hallenstadion, Zürich

Veranstalter: All Blues

Zuschauerzahl: unbekannt

 

Weitere Informationen

  • Fotograf/-in: Reto Turotti
Publiziert in Konzert

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