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Lo&Leduc vergiessen nach «Unique Moments» ein paar Tränchen

Lo&Leduc vergiessen nach «Unique Moments» ein paar Tränchen Marcel Kaul / szenemagazin.ch

Für Lo&Leduc ist der Auftritt im Landesmuseum der letzte in diesem Jahr, an dem sie von der Band begleitet werden. Emotionale und einzigartige Momente, für die sie das Publikum feiert.

Es ist 20:40 Uhr: Das Licht geht aus und die Band betritt die Bühne. Mit tosendem

Applaus werden Lo&Leduc begrüsst, als sie die Show mit «Lug wi mir flüge“ beginnen. Die Zuschauer singen und tanzen und es ist eine wahre Freude, ein Teil davon zu sein.

Heute Abend spielen sie das letzte Mal live mit der Band für dieses Jahr. Die Songauswahl ist von A-Z nach meinem Geschmack, die auch bei den Konzertbesuchern gut ankommt. Die kleinsten Fans dürfen vorne am Bühnenrand stehen. Lange müssen sie auf den Hit «079» warten und fragen immer mal wieder, wann der Song kommt. Als Lo&Leduc den Titel anspielen, sind sie von der ersten Sekunde an mit dabei. Das war irgendwie süss anzusehen.

 

Keine Eintagsfliege, sondern Vorbilder der jungen Generation

Das Schweizer Mundart-Popduo aus Bern schaffte 2014 den grossen Durchbruch mit «Jung verdammt». Damals hielt ich sie noch für eine Eintagsfliege, aber ich wurde eines Besseren belehrt. Es folgte ein Hit nach dem anderen. Sie mauserten sich zu Dichtern und Denkern, die für viele Junge ein Vorbild sind. Neue Songs wie «Tribut» und «Wär simer wemer säge mir» sind auch sehr klare Statements. Lo&Leduc erzählen Geschichten aus dem Alltag, beziehen politisch Stellung und schreiben über die Liebe. Die junge Generation feiert sie dafür.

Sogar Fans aus Deutschland sind angereist und halten ein Plakat in die Höhe: «Bitte kommt mal nach Stuttgart». Als sie es von der Bühne aus sehen, fragen sie gerührt: «WOW! Ihr könnt uns verstehen?», was mit Gelächter und Applaus quittiert wird.

 

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Fester Bestandteil jedes Auftritts: Der Freestyle-Rap

Lo’s Freestyle-Rap darf natürlich nicht fehlen! Leduc bittet das Publikum um fünf Wörter, die im Text verwendet werden müssen. Das Wort «Anwaltsprüfung» kommt von einer Dame, die gerade ihre Prüfung bestanden hat. Ihr wird dazu mit tosendem Applaus gratuliert. «Ehe für alle» ist ein klares Statement und eine Aufforderung von Lo, an die «Urne» zu gehen. Die Worte «Plagiat» und «Himugüegeli» werden ebenfalls perfekt in den Rap eingearbeitet.

So naht das Ende der 2-stündigen Powershow, die alle sehr genossen haben. Auch die Band umarmt sich gegenseitig und weint, weil dies ein Abschied für längere Zeit wird. Ich muss noch ein paar Minuten verschnaufen, denn bei diesem Duo kann ich keine Sekunde lang stillstehen. Die Stimmung habe ich in mir aufgesogen und gehe glücklich Richtung Bahnhof.

Lo&Leduc ist Bestandteil meines Lebens geworden. Die «Dichter und Denker» der heutigen Mundart-Popwelt sind nicht mehr wegzudenken.

 

 

Eventdatum:  25.09.2021

Fotograf:  Marcel Kaul / szenemagazin.ch

Location:  Landesmuseum, Zürich

Veranstalter: Gadget abc Entertainment Group AG

Zuschauerzahl:  1600

 

Publiziert in Konzert

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