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Der EHC Kloten verliert im Penaltyschiessen gegen Ambri

Der EHC Kloten verliert im Penaltyschiessen gegen Ambri Reto Turotti / szenemagazin.ch

Die Halle tobt nachdem Shorthander von Ang und die Spieler auf dem Eis nehmen den Schwung mit bis zum Ende des Spiels

Kein Vergleich zum gestrigen Spiel in der Leventina, beginnen die Klotener vor heimischer Kulisse mit viel Druck, unterstützt von der Fankurve. In der 2. Minute schaltet Ambri schnell auf Angriff um und Pestoni bringt die Scheibe in die Zone der Klotener. Er spielt einen Querpass zu Spacek, der von links nochmals zur Mitte spielt. Da steht aber kein Ambri-Spieler. Stattdessen trifft er den Schlittschuh von Steiner, der die Scheibe unglücklich ins eigene Tor zum 0:1 für Ambri abfälscht. Die Reaktion der Klotener folgt schnell in der 5. Minute. Reinbacher setzt sich in der eigenen Zone mit viel Körpereinsatz durch und spielt Eric Faille auf der rechten Seite steil an. Faille dringt in die Zone der Gäste ein und überlegt kurz, was er machen soll. Er entscheidet sich dann für den Abschluss und erwischt Conz zwischen den «Hosenträgern» zu zwischenzeitlichen Ausgleich. Kloten übernimmt das Spieldiktat.

Es kommt zur ersten Strafe für die Gäste, Kloten kann erstmals im Powerplay agieren und kommt zu guten Chancen. Die Scheibe will aber nicht ins Tor, denn Conz verhindert das mit zwei big saves. In der 12. Minute kommt es noch besser für die Heimmannschaft. Kloten kann in doppelter Überzahl spielen. Sie schnüren die Gäste in der eigenen Hälfte ein und machen Druck. Ein Lattenknaller von Ruotsalainen rettet Conz in der 16. Minute vor einem weiteren Gegentreffer. Die Vorderleute können befreien, direkt auf den Stock von Grassi, der direkt von der Strafbank kommt. Er übernimmt die Scheibe, läuft allein auf Metsola zu, bleibt aber hängen und der Puck prallt direkt vor den Stock von Chlapik ab. Dieser schiebt die Scheibe zum 1:2 ins Tor der Klotener ein. Was für ein Frust für die Klotener. Somit gehen die Gäste aus der Leventina mit einer 1:2-Führung in die erste Pause.

 

Bild: Reto Turotti (szenemagazin.ch)

 

Mit der Führung im Rücken beginnt Ambri das zweite Drittel schwungvoll. Randegger wandert nach einem Beinstellen in die Kühlbox, Ambri zieht das Powerplay auf und beschäftigt Metsola im Kasten der Klotener. Danach entwickelt sich ein schnelles und intensives Spiel mit vielen versteckten Fouls, die nicht geahndet oder von den nicht immer souveränen Unparteiischen gepfiffen werden. Die Klotener drücken auf den Ausgleich mit dem fanatischen Publikum im Rücken, kommen aber nicht zu hochkarätigen Chancen. Und es kommt, wie es kommen muss. Wenn man die Tore nicht macht, bekommt man sie. Genau so ist es dann in der 27. Minute. Wieder ist es ein Klotener, der ins eigene Tor trifft. Virtanen spielt die Scheibe im Drittel der Klotener quer vors Tor und da steht kein Ambri-Spieler, sondern ein Klotener, der seinen Keeper über dessen eigene Schulter zum 1:3 für die Gäste düpiert. Nach diesem Gegentreffer übernehmen die Klotener das Spieldiktat und suchen den Anschlusstreffer, was aber mehrmals durch die Verteidiger der Biancoblu verhindert wird. Kurz vor Ende des Drittels kommt Lindemann zur besten Chance, vergibt aber aus kurzer Distanz vor Conz. Somit geht Ambri mit einem Vorsprung von 2 Toren in den letzten Abschnitt. Kann das Kloten mit einer Willensleistung nochmals drehen? Wir werden es sehen.

Ambri konzentriert sich auf die Defensive, die Klotener forcieren das Tempo und schnüren die Gäste im eigenen Drittel ein. Die Partie wird ruppiger und es hagelt Strafen. In der 42. Minute muss Nodari nach einem unnötigen Halten zum Abkühlen in die Kühlbox und Ambri kann im Powerplay agieren. Metsola verhindert Schlimmeres. Kloten kann sich aus der Umklammerung lösen, Ruotsalainen übernimmt die Scheibe am linken Flügel und dringt in das Drittel der Gäste ein. Parallel läuft Ang mit und wird von Ruotsalainen perfekt angespielt. Dieser lässt sich nicht zweimal bitten und versenkt die Scheibe im Netz der Leventiner. Die Halle tobt nach dem Shorthander von Ang und die Spieler auf dem Eis nehmen den Schwung mit. Marchon und Fohrler duellieren sich in einer Boxeinlage vor der Bank der Gäste. Folge davon sind weitere Strafen für beide Akteure und beide Mannschaften agieren in den nächsten Minuten mit vier gegen vier auf dem Eis, mit Vorteilen für die Klotener.

Es ist ein hin und her und die Spannung steigt. «Kommen die Klotener noch zum Ausgleich?» ist die häufigste Frage auf den Rängen. Die Tessiner stehen hinten kompakt und verteidigen die Scheibe. Die Klotener forcieren das Forechecking. In der 55. Minute erobert Reinbacher den Puck hinter dem Tor und legt sie perfekt für Kellenberger auf, der alleine im Slot steht und die Scheibe in die Maschen der Gäste zum 3:3 Ausgleich befördert. Bis Ende des Drittels fallen keine Tore mehr und es kommt zur Verlängerung mit drei gegen drei. Somit geht dieses Duell wie gestern ins Penaltyschiessen, mit dem besseren Ende für die Gäste aus dem Tessin. Tim Heed ist der sechste Schütze, der verwandelt und somit Ambri den Zusatzpunkt sichert. Kloten bleibt auf dem siebten Rang und die Tessiner behaupten den letzten Pre-Playoff-Platz. Am Mittwoch geht es zum Züriderby in die Swiss Life Arena zum ZSC, der gegen den Lugano seine sechste Pleite in Serie in Kauf nehmen musste.

 

 

EHC Kloten vs. HC Ambri-Piotta 3:4 n.P. (1:2 | 0:1 | 2:0 | 0:1) 

Schüsse aufs Tor: 37:30(12:11 | 9:10 | 13:7 | 3:2)

 

Details zum Spiel: Gamecenter SIHF

Aufstellung: TeamRoaster

 

Eventdatum: 21.01.2023

Fotograf:  Reto Turotti / szenemagazin.ch

Location:  stimo arena, Kloten

Veranstalter: EHC Kloten

Zuschauerzahl:  6678

 

Weitere Informationen

  • Fotograf/-in: Reto Turotti
Publiziert in Sport

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