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Schafft der EVZ eine Vorentscheidung im Playoff

Schafft der EVZ eine Vorentscheidung im Playoff Reto Turotti / szenemagazin.ch

Doppelschlag innert 90 Sekunden entscheidet Partie - der EVZ bestätigt das Break zu Hause.

Die Zuschauer in der Bossard Arena sehen von Beginn an eine intensive Partie, geprägt von vielen harten Checks. Das «Feindbild» der Zuger ist von Anfang an Lakers-Verteidiger Michal Jordan. Dies, weil er im ersten Playoff-Match EVZ-Verteidiger Nico Gross mit dem Stock am Kopf getroffen hat – aber ohne Konsequenzen davonkam, was für mich unbegreiflich ist. Kaum ist er in Puckbesitz, ertönt ein gellendes Pfeifkonzert in der Halle. Die erste Chance bietet sich den Gästen in der 4. Minute im Powerplay. Die Scheibe läuft gut im Drittel der Gäste, aber es resultiert leider nichts daraus. In der 8. Minute eröffnen die Lakers den Score durch Wicks Treffer. Die Gäste setzen sich in der Zone des EVZ fest. Eggenberger spielt die Scheibe in die Mitte, wo Wick steht und den Puck via Oberkörper über die Linie bringt: ein kurioses Tor. Das Tor gibt den Lakers Aufwind und sie drücken weiter. Und genau in dieser Phase netzt Suri in der 16. Minute mittels Drehschusses zum 1:1 ein. So bleibt es nach einem intensiven Drittel beim 1:1.

Das Mitteldrittel beginnt mit einem Paukenschlag. Simion verliert die Scheibe in der eigenen Zone und Rowe bedankt sich mit einem herrlichen Backhandschuss, vorbei an Genoni zum 1:2 für die Gäste. Die Partie wird härter und einmal mehr lässt es Abdelkader krachen und wandert innert vier Minuten gleich zwei Mal in die Kühlbox. Die Lakers spielen munter nach vorne und bringen die Defensive der Zuger das eine und andere Mal ins Wanken. Die beste Chance hat Taylor Moy in der 29. Minute, aber er trifft nur den Innenpfosten von Genonis Gehäuse. In der 31. Minute kommen die Zuger zu einem Konter über Geisser, der von der blauen abzieht und Klingberg vor dem Tor unhaltbar für Nyffeler zum 2:2-Ausgleich ablenken kann. In der Folge entwickelt sich ein offenes Spiel, das auf die eine oder andere Seite fallen kann. In der 37. Minute bietet sich für die Zuger die Chance, im Powerplay erstmals in Führung zu gehen. Aber falsch gedacht, denn die Gäste gehen mit einem Shorthander in Führung. Direkt nach dem Bully landet die Scheibe bei Wetter und der fackelt nicht lange und zieht eiskalt ab. Damit gehen die zum dritten Mal in Führung in diesem Spiel. Im Schlussabschnitt muss vom EVZ mehr kommen, will man als Spiel noch gewinnen.

 

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Die Zuger tun sich nach dem Treffer der Gäste schwer und kommen etwas Verhalten aus der Kabine. Dennoch übernehmen die Zuger das Zepter, haben aber Mühe, sich klare Torchancen herauszuspielen, weil die Lakers sich auf die Defensivarbeit konzentrieren. Mit gezielten Nadelstichen kommen die Gäste zu einigen Chancen, die immer wieder Mal die Mängel in der Defensive der Zuger aufzeigen. Es dauert bis zur 58. Minute, als sich Geisser ein Herz fasst und die Scheibe aus zentraler Position unter die Latte von Nyffeler zum 3:3-Ausgleich hämmert. Nun ost die Hölle los in der ausverkauften Bossard Arena in Zug und die Fans feuern ihre Lieblinge an. Die Zuger drücken weiter und kaum 90 Sekunden später verbucht Fabrice Herzog den entscheidenden Treffer zum 4:3 für die Zuger in der 59. Minute. Damit hatte wohl niemand gerechnet, aber die Zuger haben in der Vorrunde immer wieder gezeigt, dass sie ein Spiel in den letzten Minuten drehen können. Die Lakers versuchen in den Schlusssekunden nochmals alles und nehmen Nyffeler aus dem Spiel, aber es bringt nichts mehr. Es ist ein glücklicher Sieg für den EVZ, bedenkt man, dass die Gäste drei Mal in diesem Spiel in Führung gehen und dennoch das Spiel aus den Händen geben. Somit bestätigt Zug das Break vom Mittwoch und geht in der Serie mit 2:0 in Führung. Das ist doppelt bitter für die Lakers. Die nächste Chance bietet sich den Rapperswilern am Sonntag, um die Serie vor eigenem Publikum zu verkürzen.

 

 

EV Zug vs. SC Rapperswil-Jona Lakers:  4:3  (1:1 | 1:2 | 2:0)

Schüsse aufs Tor:  25:36 (4:10 | 10:15 | 11:11)

 

Details zum Spiel: Gamecenter SIHF

Aufstellung: TeamRoaster

 

Eventdatum: 17.03.2023

Fotograf:  Reto Turotti / szenemagazin.ch

Location:  Bossard Arena, Zug

Veranstalter: EV Zug

Zuschauer:  7200

 

Weitere Informationen

  • Fotograf/-in: Reto Turotti
Publiziert in Sport

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