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Schöner Arbeitssieg zum Saisonstart für den EHC Kloten

Schöner Arbeitssieg zum Saisonstart für den EHC Kloten Marcel Kaul / szenemagazin.ch

Der EHC Kloten gewinnt den Saisonstart gegen den HC Lugano mit 5:2. Vor 4792 Zuschauern in der SWISS Arena führen die Klotener schon 3:0, ehe Lugano zweimal verkürzt und die Partie noch einmal eng werden lässt. Die Entscheidung fällt erst in den letzten Minuten, als Max Lindroth ins leere Tor trifft.

Saisonstart in der SWISS Arena und gleich zum Start ist ein Gegner mit Anspruch zu Gast. Der HC Lugano kommt nach Kloten, die ersten drei Minuten vergehen relativ unspektakulär. Beide Mannschaften zeigen sich kurz im gegnerischen Drittel, richtig viel passiert aber nicht. Dann muss Leandro Profico wegen eines hohen Stocks raus, kurz darauf gesellt sich Zach Sanford wegen eines Beinstellens zu ihm auf die Strafbank. Vier gegen vier auf dem Eis, das Spiel nimmt langsam Fahrt auf, bleibt aber ohne Erfolg. Lugano muss ein zweites Mal auf die Strafbank, diesmal wegen Spielverzögerung durch Ramon Tanner. Kloten kommt im Angriff zu einer ersten guten Möglichkeit. Nach dem ersten Drittel steht es 0:0, wobei die Klotener etwas mehr Momentum haben.

Umso schneller geht es im zweiten Drittel los. Während sich ein Klotener noch über ein nicht gepfiffenes Halten beschwert, fährt Simon Johansson auf der anderen Seite allein in Richtung Lugano-fTor, wird dort nicht wirklich bedrängt, zieht aus dem Bullykreis ab und erzielt nach Vorarbeit von Dario Meyer den Führungstreffer. Kurz darauf zwei gute Chancen für Kloten, zuerst durch Keanu Derungs, dann durch Kimi Körbler, beide verziehen. Dafür fordern die Fans eine Strafe gegen Lugano, weil Derungs übermässig lange auf den Boden gedrückt wurde. Das 2:0 fällt dennoch, Raphael Prassl trifft nach Zuspiel von Simon Johansson und Noah Delémont. Der Treffer muss per Videoreview angeschaut werden. Die Entscheidung auf dem Eis lautet, dass das Tor gut ist, und auch der Videobeweis ändert daran nichts. Die Schiedsrichter kommen zurück und zeigen mit der Hand zum Mittelpunkt: Das Tor zählt. Danach wird die Partie für kurze Zeit unterbrochen, weil das Eis ein Loch hat, das zuerst geflickt werden muss.

 

Bild: Marcel Kaul / szenemagazin.ch

 

Kloten bleibt dran und legt im Powerplay das 3:0 nach. Petteri Puhakka trifft nach Vorarbeit von Arttu Ruotsalainen und Michael Hügli. Reto Berra verteidigt sich in seinem eigenen Kreis und diesmal sieht es der Schiedsrichter und zeigt eine Strafe gegen Kloten an. Lugano antwortet. Erst trifft Lassi Thomson in Überzahl nach Zuspielen von Luca Fazzini und Olle Lycksell. Kurz darauf klopft der Lugano-Goalie aufs Eis, um seinen Spielern zu signalisieren, dass die Strafe bald vorbei ist. Kloten übernimmt die Scheibe, Ruotsalainen steuert auf den Goalie zu, kann aber nicht versenken. Im direkten Gegenzug verkürzt Luca Fazzini auf 3:2, Calvin Thürkauf und Mirco Müller lassen sich als Assistgeber in der Matchtabelle eintragen. Und weil sich beide Teams kurz vor der Pause noch je eine Strafe für Stockschlag abholen, geht es vier gegen vier in die letzten Sekunden des Drittels. Die Fans reklamieren einmal mehr über die Leistung der Schiedsrichter.

Ein action- und torreiches Drittel geht zu Ende. Viele Zweikämpfe, einige gepfiffene Strafen und auch Szenen, die absolut ahndbar gewesen wären und nicht gepfiffen wurden. Aber wir sind ja erst am Anfang der Saison. Der HC Lugano ist aus meiner Sicht etwas gehässig unterwegs. Das Pausenprogramm hat sich nicht verändert. In der ersten Drittelspause wird mit den Elektrokarts ein Rennen gefahren, in der zweiten gibt es das altbekannte Torwandschiessen, wobei heute alle leer ausgingen.

Das letzte Drittel ist schnell und flüssig. Mit noch gut 16 Minuten zu spielen kommt die nächste Strafe. Dario Meyer bekommt den Pass und läuft ins gegnerische Drittel, während die Schiedsrichter aus dem Nichts heraus das Spiel abpfeifen. Die Fans haben die Befürchtung, dass die Schiris ein Offside von Meyer gesehen haben, aber dem ist nicht so. Diesmal war ein hohen Stock abseits des Spielgeschehens, Brian Zanetti muss für Lugano raus. Die Tessiner dürfen zwei Minuten in Unterzahl weiterspielen. Es dauert ganze 14 Sekunden, bis den Schiedsrichtern auch bei den Klotenern etwas nicht passt, Max Lindroth muss wegen Hakens raus, und so stehen wir wieder bei vier gegen vier. Das Boxplay der Klotener ist gut, das haben sie ja schon die letzte Saison gezeigt, auch in der anschliessenden kurzen Unterzahl werden sie gefährlich.

In der 52. Minute folgt die nächste Strafe gegen die Gäste, Lassi Thomson hat seinen Stock zu weit in der Luft und muss sich auf der Bank ausruhen gehen. Und in diesem Powerplay sage ich innerlich zu mir, ich hätte jetzt gerne das 4:2 gesehen. Wenige Sekunden später setzt Arttu Ruotsalainen die Scheibe auf Zuspiel von Max Lindroth und Mischa Ramel aus dem Bullykreis hinter die Linie des Lugano-Goalies.

Lugano nimmt den Torhüter raus und spielt mit sechs Feldspielern. Es sind noch 2 Minuten 35 zu spielen, es steht 4:2. Und dann ist das Spiel 57 Minuten und 32 Sekunden alt, als der PostFinance Topscorer Max Lindroth auf Zuspiel von Arttu Ruotsalainen im Hail Mary-Stil die Scheibe in Richtung leeres Tor des HC Lugano befördert und mittig zum 5:2 trifft. Die Fans jubeln und feiern ihre Mannschaft für den ersten Heimsieg.

Als Best Player werden Luca Fazzini für den HC Lugano und Simon Johansson für den EHC Kloten ausgezeichnet. Morgen reisen die Spieler des EHC Kloten zum «Angstgegner», dem HC Ajoie. Und am nächsten Dienstag ist dann das Heimspiel gegen den SC Bern. 

 

   

EHC Kloten vs. HC Lugano: 5:2 (0:0 | 3:2 | 2:0)

Schüsse aufs Tor: 23:32

Details zum Spiel: Gamecenter SIHF 

Aufstellung: TeamRoster

 

Eventdatum: 18.09.2026

Fotograf:  Marcel Kaul / szenemagazin.ch

Location:  SWISS Arena

Veranstalter: EHC Kloten

Verkaufte Tickets: 4729

 

Weitere Informationen

  • Fotograf/-in: Marcel Kaul
Publiziert in Sport

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