Skleničkas Heldentat reicht nicht - Freiburg schlägt Zug im Penaltyschiessen
Reto Turotti / szenemagazin.ch
Der EVZ startet mit einem Paukenschlag, doch ein bitterer Fehler wirft die Hausherren aus der Bahn. Was dann folgt, ist ein dramatischer Schlagabtausch, ein Feuerwerk der Tore und eine Aufholjagd, die in einem nervenzerreissenden Goalie-Duell gipfelt.
Der Abend beginnt und das Heimteam stürmt los, als gäbe es kein Morgen. Sie pressen, sie drängen, sie dominieren. Doch das Schicksal hat andere Pläne. Ausgerechnet im Freiburger Gegenpressing, da, wo niemand es erwartet, passiert der Fehler. Sven Leuenberger verliert den Puck und Sandro Schmid ist zur Stelle. Er nutzt die Chance eiskalt aus, der Führungstreffer für die Gäste in der vierten Minute ist eine bittere Pille für die Zuger. Der Schock sitzt tief. Zug taumelt, Freiburg übernimmt das Ruder. Das Spiel gleitet den Gastgebern aus den Händen. Doch der EVZ fängt sich. In der 16. Minute befreien sie sich aus der Umklammerung. Der Puck landet bei David Sklenička, der zieht ab, und die Meute in der OYM Hall tobt. Der Ausgleich ist geschafft! Jetzt sind die Zuger wieder da, befreit und hungrig.
Von der 31. bis zur 36. Minute entfaltet sich ein Feuerwerk, das die Halle in einen Hexenkessel verwandelt. Sklenička prescht vor, als wäre er ein Stürmer, und schnürt sein Doppelpack. Doch Sandro Schmid hat eine Antwort. Er tanzt Leonardo Genoni aus, wie aus dem Lehrbuch und gleicht für Gottéron wieder aus. Ein Hin und Her, das die Spannung steigen lässt. Dann schlägt die Stunde von Marcus Sörensen. Der Topscorer, der bisher unter den Erwartungen geblieben war, explodiert im Powerplay: sein erster Saisontreffer. Doch damit nicht genug. Sörensen legt Henrik Borgström auf, der nächste Treffer ist nur eine Formsache. Zur zweiten Pause führen die Freiburger mit zwei Toren Vorsprung. Eine Schmach für die Gastgeber. Die Fans sind sprachlos.

Das letzte Drittel beginnt und die Zuger sind wie ausgewechselt. Sie werfen alles nach vorne. Ein Angriff nach dem anderen rollt auf das Freiburger Tor zu, doch das Glück bleibt den Gastgebern verwehrt. Freiburg verlegt sich aufs Kontern, hält den knappen Vorsprung. Doch Zug gibt nicht auf. Unaufhaltsam kämpfen sie sich zurück ins Spiel. Dann die Erlösung. David Sklenička markiert seinen dritten Treffer des Abends, mehr Tore als in seiner gesamten letzten Saison. Nur noch ein Tor trennt die Zuger vom Ausgleich. Und dann, in der vorletzten Minute, gelingt die Sensation. Lino Martschini bezwingt Reto Berra und die Fans haben allen Grund zum Jubeln. Verlängerung. Leider fallen in diesen vier Minuten keine Tore und somit muss das Penaltyschiessen entscheiden, wer den Zusatzpunkt bekommt.
Jetzt ist es ein Duell der Legenden. Reto Berra gegen Leonardo Genoni. Zwei Torhüter, die sich seit ihrer Jugend kennen. Zwei Titanen, die bereit sind, alles zu geben. Das Penaltyschiessen beginnt und die Spannung ist zum Greifen nah. Jeder Schuss, jede Parade wird zum Nervenspiel. Die Menge hält den Atem an. Sklenička trifft über den Schoner von Genoni. Kovac nimmt als letzter Anlauf im Mittelkreis zum letzten Schuss. Reto Berra macht sich breit und wehrt ab. Er gewinnt das Goalie-Duell und die Gäste feiern den Sieg in Zug.
Die Zuger verlassen das Eis als Verlierer. Trotz drei Toren, einem Assist und dem einzigen verwandelten Penalty im Shootout geht David Sklenička als tragischer Held vom Eis. Was für ein Spiel, was für ein Drama.
EV Zug vs. Fribourg Gottéron: 4:5 (1:1 | 1:3 | 2:0 | 0:1)
Schüsse aufs Tor: 23:17 (5:5 | 9:9 | 8:1| 1:2)
Details zum Spiel: Gamecenter SIHF
Aufstellung: TeamRoster
Eventdatum: 17.09.2025
Fotograf: Reto Turotti / szenemagazin.ch
Location: OYM Hall, Zug
Veranstalter: EV-Zug
Zuschauerzahl: 6879
https://www.szenemagazin.ch/sport/item/1448-sklenickas-heldentat-reicht-nicht-freiburg-schlaegt-zug-im-penaltyschiessen#sigProIda2b5d54c84
Weitere Informationen
- Fotograf/-in: Reto Turotti
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