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Zug rennt ins offene Messer – Genève-Servette gewinnt dank Kaltschnäuzigkeit 4:1

Zug rennt ins offene Messer – Genève-Servette gewinnt dank Kaltschnäuzigkeit 4:1 Reto Turotti / szenemagazin.ch

An diesem Abend erlebt die OYM Hall ein intensives Hin und Her, bei dem die Zuger ihre spielerische Dominanz teuer bezahlen. Am Ende triumphiert Genève-Servette dank gnadenloser Effizienz und erteilt den Zentralschweizern eine harte Lektion.

Blitzstart der Zentralschweizer – Genf antwortet eiskalt

Die Partie startet und die Dynamik gehört sofort dem EV Zug. Mit beeindruckender Sicherheit am Puck und einem klaren, zielstrebigen Zug zum Tor setzen die Hausherren den Genfer Schlussmann Charlin von der ersten Sekunde an massiv unter Druck. Die Zentralschweizer zeigen ihre Präsenz, doch die Gäste lassen sich nicht beirren. Mit fortschreitender Spieldauer finden die Servettiens besser in die Partie. Das Spielgeschehen beginnt zu kippen und die Offensivbemühungen der Genfer werden gefährlicher. Es braucht eine Glanzparade des Zuger Torhüters Tim Wolf, um den drohenden Führungstreffer in extremis zu verhindern. Gerade als Genf das Momentum auf seiner Seite wähnt, stoppt ein Powerplay der Zuger den Lauf der Grenats und lässt die Waage wieder leicht in Richtung Zug ausschlagen. Die Scheibe zirkuliert, die Chance liegt in der Luft, und tatsächlich: Ein Handgelenkschuss von Hofmann kracht nur an das Metall. Ein Raunen geht durch die Halle – der Führungstreffer ist zum Greifen nah.

 

Eiszeit-Krimi: Pouliot trifft, Servette zieht davon

Eigentlich wirkt der EV Zug an diesem Abend als die leicht überlegene Mannschaft. Sie zeigen mehr vom Spiel, doch die Gäste agieren clever und abwartend. Zuerst überstehen die Genfer eine Strafe gegen Miranda schadlos, und dann, wie aus dem Nichts, schlägt Pouliot eiskalt zu und markiert das 0:1. Ein Schockmoment für die Zuger. Die Abschlüsse der Genfer sind nun spürbar gefährlicher und präziser. Die Reaktion des EVZ lässt nicht auf sich warten; in Rückstand zeigen sich die Zuger bemüht, den Ausgleich zu erzielen. Doch das Pendel schlägt wieder unerbittlich zurück. Als Kovar eine Strafe kassiert, ziehen die Servettiens ein überzeugendes Powerplay auf. Die Scheibe läuft flüssig, die Verteidigung des EVZ findet keinen Zugriff, und Saarijärvi erhöht auf 0:2. Die Pause kommt für den EV Zug nun wie gerufen. Sie sind am Ende dieses Drittels froh, nicht noch ein drittes Gegentor kassiert zu haben – eine Atempause ist dringend nötig.

 

Offenes Messer und Effizienz-Lektion

Der EV Zug kommt aus der Kabine, angetrieben vom unbedingten Willen, den Rückstand sofort zu korrigieren – und läuft direkt ins offene Messer. Kaum ist das Spiel wieder freigegeben, tanzt Granlund die gesamte Zuger Verteidigung mitsamt dem Torhüter aus und stellt nach wenigen Sekunden auf 0:3. Ein Wirkungstreffer, der die Hoffnungen der Heimfans fast schon begräbt. Dennoch, der EVZ gibt nicht auf. Die Mannschaft beisst sich in die Partie zurück, und die Hoffnung lebt wieder auf, als Kovar im Powerplay verkürzen kann. Das 1:3 weckt die Geister, die Zuger setzen alles auf eine Karte, es ist eine Phase des unerbittlichen Drucks auf das Genfer Tor. Doch genau jetzt blitzt sie wieder auf – die gnadenlose Effizienz, die Servette an diesem Abend den Sieg beschert. Bozon schiesst mitten in diese Zuger Druckphase das nächste Tor. Der Puck schlägt ein, das 1:4 ist die Entscheidung. Servette beweist, dass eine eiskalte Chancenauswertung am Ende über spielerische Dominanz triumphiert und sichert sich souverän den Auswärtssieg.

 

 

EV Zug vs. Genève-Servette HC: 1:4 (0:0 | 0:2 | 1:2)

Schüsse aufs Tor: 35:26 (8:5 | 13:13 | 14:8)

Details zum Spiel: Game Center SIHF

Aufstellung: Teamroster

 

Eventdatum: 10.10.2025

Fotograf: Reto Turotti / szenemagazin.ch

Location: OYM Hall, Zug

Veranstalter: EV Zug

Zuschauerzahl: 7034

 

Weitere Informationen

  • Fotograf/-in: Reto Turotti
Publiziert in Sport

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