Der EV Zug ringt den SC Bern nieder
Reto Turotti / szenemagazin.ch
Eishockey-Krimi, in der OYM Hall. Erst ein Empty-Net-Goal in der dramatischen Schlussphase entscheidet das Spiel zugunsten der Zuger. Die Berner müssen sich trotz grosser Moral geschlagen geben und bleiben weiterhin ohne Erfolgserlebnis.
Hofmann bricht den Bann: Zug mit dem Traumstart
Die Atmosphäre in der OYM Hall ist von Beginn an intensiv. Der EV Zug startet furios und setzt den SC Bern mit schnellem, präzisem Passspiel unter massiven Druck. Die Zweikämpfe sind hart, aber die Akteure agieren dabei stets fair. Im gesamten Spiel wird nur eine einzige kleine Strafe ausgesprochen. Die Zuger sind weitaus effizienter als zuletzt. In der 4. Minute bricht Gregory Hofmann den Bann. Er trifft aus dem Hinterhalt. Der Puck gleitet an Freund und Feind vorbei ins Tor. Die Führung zum 1:0 ist die Bestätigung für den starken Start. Kurz vor der ersten Pause legt der EVZ nach. Dominik Kubalik ist zur Stelle. Er erzielt das 2:0. Der SC Bern muss diesen Doppelschlag verdauen.
Fahrlässige Phase: SCB verkürzt in Zuger Nachlässigkeit
Zu Beginn des zweiten Drittels kippt die Stimmung. Beim EV Zug macht sich eine beunruhigende Lässigkeit breit. Die Konzentration lässt nach. Die Zuger Defensive agiert unaufmerksam. Sie steht zu weit von den Berner Angreifern entfernt. Dies ermöglicht den Gästen, das Tempo zu bestimmen. Die Spieler des SCB erhalten unerwartet viel Raum.
Die Zuger wirken in dieser Phase fahrlässig und unkonzentriert. Der Führungstreffer von Wingerli zum 3:0 in der 25. Minute scheint die Entscheidung zu bringen. Doch der SCB gibt nicht auf. Plötzlich zeigen die Berner eine Kaltblütigkeit im Abschluss, die man lange vermisst hat. Marc Marchon verkürzt in der 37. Minute auf 3:1. Die Berner Bank erwacht. Kurz vor der zweiten Sirene, in der 40. Minute, trifft Emil Bemström eiskalt zum 3:2. Der Frust über die nachlässige Phase ist im Zuger Team spürbar.

Nervenkitzel bis zur Schlusssirene
Das letzte Drittel wird zum emotionalen Höhepunkt. Der SC Bern drückt vehement auf den Ausgleich. Die OYM Hall hält den Atem an. Die Torhüter zeigen herausragende Paraden. Es ist ein echtes Nervenspiel. In der 58. Minute zieht der SC Bern die Notbremse. Der Trainer nimmt den Goalie zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Die Zuger Verteidigung hält stand. Dann der entscheidende Moment: Hofmann, der Mann des Abends, erobert den Puck. Er bedient Daniel Vozenilek. Dieser hat keine Mühe, die Scheibe ins leere Netz zu schieben. Das 4:2 in der 60. Minute ist die Entscheidung.
Der EV Zug beendet seine Negativserie und feiert den hart erkämpften Sieg. Der SC Bern hingegen verliert zum dritten Mal in Folge. Die Mannschaft hat alles gegeben. Der Frust über die erneute Niederlage ist sichtbar.
EV Zug vs. SC Bern: 4:2 (2:0 | 1:2 | 1:0)
Schüsse aufs Tor: 26:32 (11:9 | 7:12 | 8:11)
Details zum Spiel: Gamecenter SIHF
Aufstellung: TeamRoster
Eventdatum: 25.11.2025
Fotograf: Reto Turotti / szenemagazin.ch
Location: OYM Hall, Zug
Veranstalter: EV Zug
Zuschauerzahl: 7129
https://www.szenemagazin.ch/sport/item/1481-der-ev-zug-ringt-den-sc-bern-nieder#sigProId1165ac17a9
Weitere Informationen
- Fotograf/-in: Reto Turotti
Das Neueste von Reto Turotti
- Ein Abend voller Emotionen: Zucchero begeistert Zürich
- Standing Ovations für den Circus Knie – Zürich feiert eine magische Premiere
- Davos eiskalt, ZSC zu fehlerhaft – Bündner holen Spiel 4
- ZSC schlägt zurück – Lions gleichen Halbfinalserie gegen Davos mit abgeklärter Reife aus
- Der EVZ bäumt sich auf – Wingerli hält Zug im Playoff-Rennen
Schreibe einen Kommentar
Bitte achten Sie darauf, alle Felder mit einem Stern (*) auszufüllen. HTML-Code ist nicht erlaubt.