Zug gibt gegen Lugano einen Punkt ab
Reto Turotti / szenemagazin.ch
Gerade mal 168 Sekunden benötigt der EVZ für drei Tore in ersten Drittel Danach verlieren sie den Faden und es benötigt für den Sieg in der Overtime eine Einzelleistung von Hansson.
Die Partie beginnt denkbar schlecht für die Gäste. Bereits nach drei Minuten muss Niklas Schlegel das Eis wegen einer Verletzung ohne gegnerische Einwirkung verlassen. Ersatz-Goalie Thibault Fatton steht nun im Kasten der Luganesi und bekommt gleich viel Arbeit. Der EVZ macht Druck und die Gäste können sich kaum mehr aus dem eigenen Drittel befreien. Jetzt beginnen die 168 Sekunden, die Fatton sicher so schnell wie möglich vergessen will. 1:0 durch Reto Suri in der 10. Minute. Kovar kommt direkt von der Stafbank, bedient Suri der dann rüberzieht und die Scheibe zwischen den Schonern von Fatton im Netz versenkt. Eine Minute später erhöht Senteler auf 2:0. Zuckerpass von Hansson in die Mitte, wo Senteler allein auf Fatton zuläuft und ihn mit einem trockenen Schuss über die Stockhand erwischt. Keine Minute später erhöht Hansson auf 3:0, nachdem Fatton die Scheibe unter dem Arm hindurchfluscht. Er versucht noch zu retten, leider ohne Erfolg. Das Spiel geht komplett an den Luganesi vorbei und McSorley versucht mit einem Timeout das Team zu stabilisieren. Kurz vor Drittelsende kommen die Gäste zum Anschlusstreffer durch den Ex-Zuger Thürkauf, ehe Hofmann auf der Gegenseite nur die Torumrandung trifft. Somit geht es mit 3:1 in die erste Pause und man darf gespannt sein, wie die Tessiner aus der Kabine kommen.

Im Mittelabschnitt macht der HC Lugano das Spiel und der EVZ bringt sich durch viele Fehlpässe und Unkonzentriertheiten selbst in Bedrängnis. Lugano wird durch die Linie mit Josephs und Carr immer gefährlicher, die sich hochkarätige Chancen erarbeiten. Videobeweis in der 27. Minute. Herburger jubelt, aber die Schiris zeigen an, dass es kein Treffer ist. Lugano hat in dieser Situation Pech. Kurz vor Ende des Drittels kommen die Tessiner zum Anschlusstreffer durch Carr auf Pass von Josephs. Zug ist im Mitteldrittel passiv unterwegs, auch wenn kurzfristig ein Treffer in der Luft lag. Die Drittelspause kommt genau richtig für die Zuger, denn jetzt sind sie neben der Spur. Dan Tangnes wird in der Kabine sicher die richtigen Worte finden, damit es nicht noch zu einer Zitterpartie wird für den EVZ.
Zweiter Videobeweis in dieser Partie in der 43. Minute. Zuerst wird auf Tor entschieden, danach macht Dan Tangnes Gebrauch von der Coach's Challenge. Das zweite Mal Pech für die Gäste aus Tessin, auch dieser Treffer wird nicht gegeben. McSorleys Gesicht verdunkelt sich, aber er nimmt den Entscheid zur Kenntnis. In der 50. Minute entwischt Klingberg und netzt zum 4:2 ein auf Pass von Zehnder. War das die Entscheidung? Nein lautet die Antwort, denn wiederum Carr profitiert von einem Blackout der Zuger Verteidigung und die Luganesi kommen zum 4:3 Anschlusstreffer. Lugano setzt alles auf eine Karte und nimmt Fatton aus dem Kasten und dank der Strafe gegen Klingberg können die Bianconeri mit sechs gegen vier durch Loeffel den Ausgleich erzielen. Wow, was für eine Leistung nach dem Debakel im ersten Drittel. Somit muss nun die Overtime entscheiden, wer den Zusatzpunkt bekommt. Leider dauert die Overtime nur 14 Sekunden, ehe Hansson allein auf den Goalie loszieht und den Puck zum Sieg unterbringt. Der EVZ gewinnt zum siebten Mal in Serie und zum zehnten Mal in der Overtime!
Tore: 5:4 (3:1 | 0:1 | 1:2 | 1:0)
Schüsse aufs Tor: 32:41 (9:6 | 10:21 | 12:14 | 1:0)
Details zum Spiel: Gamecenter SIHF
Aufstellung: TeamRoster
Eventdatum: 25.01.2022
Fotograf: Reto Turotti / szenemagazin.ch
Location: Bossard Arena, Zug
Veranstalter: EV Zug
Zuschauerzahl: 6602
https://www.szenemagazin.ch/sport/item/739-zug-gibt-gegen-lugano-einen-punkt-ab#sigProId4bf3cdc8dd
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