Reto Turotti
7’194 Zuschauer füllen die OYM Hall bis auf den letzten Platz. Schon vor dem ersten Bully liegt Spannung in der Luft. Als Diaz und Bengtsson wieder im Line-up des EV Zug auftauchen, brandet Applaus auf. Zwei Rückkehrer, zwei Hoffnungsträger – und ein Gegner, der keine Geschenke verteilt: der HC Fribourg-Gottéron.
Freitag, 11:00 Uhr, Halle 550 in Oerlikon. Lichtkegel schneiden durch den Raum, Motorensound rollt als Soundteppich durch die Arena, Kameras klicken, Stimmen überlagern sich. Die erste MOTO-ZÜRICH wird eröffnet – und schon in diesen ersten Minuten ist klar: Das hier ist kein nüchterner Messestart. Das hier ist ein Aufbruch.
Es ist das letzte Spiel vor dem Olympia-Break, die Swiss Life Arena ist ausverkauft, die Ränge sind voll, die Stimmung erwartungsvoll. Und doch will dieser Abend kein Vor-Olympia-Schmaus werden. Der Zett kommt nie richtig in Fahrt, während der EV Zug genau das tut, was in solchen Spielen den Unterschied ausmacht: effizient sein, ruhig bleiben, Fehler bestrafen.
In einer hitzigen Partie dreht der EV Zug das Spiel gegen den EHC Kloten im Schlussdrittel und sichert sich mit einem 5:4-Erfolg alle drei Punkte. Trotz einer schwachen Schiedsrichterleistung und defensiven Aussetzern auf beiden Seiten belohnen sich die Zuger für ihre furiose Aufholjagd und setzen sich in der dramatischen Schlussphase als glücklicher Sieger durch.
Das Zürcher Hallenstadion erstrahlt in magischem Licht. Rund 2’600 Zuschauer tauchen an diesem Sonntagnachmittag in eine Welt voller Pferdemagie ein, denn die Cavalluna-Show «Tor zur Anderswelt» feiert ihren Auftakt. Die Erwartungen sind hoch, die Atmosphäre knistert förmlich vor Spannung und Vorfreude. Was als ein Nachmittag poetischer Reitkunst beginnt, wandelt sich unvermittelt in ein emotionales Drama, das die Grenze zwischen Fiktion und Realität verschwimmen lässt. Das gesamte Ensemble stellt seine aussergewöhnliche Belastbarkeit und den unbedingten Willen, die Geschichte zu Ende zu erzählen, auf die Probe.