ESC-Feeling im X-Tra mit Loreen
Reto Turotti / szenemagazin.ch
Top Show von der zweifachen ESC-Gewinnerin Loreen in Zürich. Als Support Act bringt die junge Kanadierin Olivia Lunny Stimmung in die Konzertarena.
Gut gefüllte Ränge im X-Tra House of Music. Gegen 20:00 Uhr betritt die kanadische Sing- und Songwriterin Olivia Lunny die Bühne. Im ersten Moment erinnert sie mich an die junge Rita Ora mit ihrer langen Mähne, die sie gekonnt ins Szene setzt. Erstmals hört man von ihr im Jahr 2018 mit ein Coversong von Lean on Me mit diversen Künstlern wie Justin Bieber, Avril Lavigne, Michael Bublé für das kanadische Rote Kreuz. Von da an geht es steil bergauf für sie. Innerhalb von fünf Studiotagen nimmt sie 2020 ihr erstes Album mit dem Namen «To the Ones I Loved» auf, von dem sie einige Songs hier auf der Stage des X-Tras präsentiert. Mit Sad to see you happy bringt sie einen weiteren Hit auf die Bühne. Leider ist nach gut 30 Minuten ihr Set zu Ende und ich hätte gerne noch mehr von ihr gehört, denn sie hat eine tolle Stimme. -> Bilder von Olivia
Jetzt beginnt der Umbau der Bühne für die Show von Loreen, der zweifachen Gewinnerin des ESCs. Den ersten Erfolg verbuchte sie im Jahr 2012 in Baku und wiederholte das Ganze im Jahr 2023 in Liverpool mit Tattoo. Mit einer kleinen Verspätung beginnt die Performance der Schwedin. In diffusem Scheinwerferlicht mit Nebel erscheint sie in einem schwarzen Oberteil mit einem wallenden Rock aus einem Hauch von Nichts. Links und rechts der Tanzfläche sind Ventilatoren am Laufen und gönnen uns und den Zuschauern eine leichte Brise. Wenn ich so hinter mich schaue, sehe ich (fast) nur junge Teenies, die sich mit Transparenten und Voodoo-Puppen lautstark bemerkbar machen und jeden Ton des ersten Songs In My Head mitsingen.
Loreen macht ein Posing für die Fotografen und schaut direkt in die Kameras. Es geht Schlag auf Schlag weiter mit Songs aus ihrem Repertoire wie: Crying Out Your Name, Is It Love und Batwanes beek. Im Anschluss setzt sie sich hin und performt den langsamen Song Jupiter Drive. Mit My Heart Is Refusing Me hat sie 2011 am Melodienfestival der schwedischen Vorentscheidung zum ESC teilgenommen. Zum Song Body animiert sie das Publikum und fordert sie auf, sich bemerkbar zu machen - einmal auf der einen Seite und einmal auf der anderen Seite. Die Besucher gehen mit und Loreen merkt, dass sie das Mikrofon nicht mehr braucht, denn die Leute kennen jeden Song. Tolle Stimmung im Saal, denn alle zücken ihr Handy und stellen das Licht ein. Ja, und dann kommt der erste Gewinner-Song vom ESC aus dem Jahr 2012, Euphoria. Sie kombiniert diesen Song mit einer geilen Choreografie mit Elementen der brasilianischen Kampfkunst Capoeira. Damals erreichte sie damit sofort mehrere Spitzenplätze in den europäischen Charts.
Mit Paper light Revisited geht es weiter im Stil von Euphoria, schnell und mit vielen Lichtwechseln auf der Bühne. Nach Neon Lights folgt der zweite ESC-Streich von diesem Jahr in Liverpool, Tattoo. Sie gewann vor Finnland und Israel. Das war dann ihr letzter Song im Set. Aber wer Loreen kennt, weiss, dass sie das Publikum nicht einfach so stehenlässt. Es folgen zwei Zugaben und dann war nach etwas mehr als eineinhalb Stunden Schluss im X-Tra. Die Stimmen nach dem Konzert der Besucher waren, was ich so wahrnehmen konnte, meist positiv.
Kleines Detail am Rande: In den ersten Reihen standen die Besucher seit 16:30 Uhr und die ersten waren bereits um 10:00 Uhr vor der Türe. Das habe ich aus einem kleinen «Schwatz» mit den Besuchern erfahren. Jetzt ist für mich Feierabend und ich geniesse den Heimweg mit ein paar Songs von Loreen.
Eventdatum: 04.12.2023
Fotograf: Reto Turotti / szenemagazin.ch
Location: X-Tra, Zürich
Veranstalter: Gadget abc Entertainment Group AG
Zuschauerzahl: unbekannt
Loreen
https://www.szenemagazin.ch/konzert/item/1177-esc-feeling-im-x-tra-mit-loreen#sigProIdcae65edd55
Olivia Lunny
https://www.szenemagazin.ch/konzert/item/1177-esc-feeling-im-x-tra-mit-loreen#sigProIdbed68cfa8b
Weitere Informationen
- Fotograf/-in: Reto Turotti
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