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Kim Wilde im ausverkauften Volkshaus

Kim Wilde im ausverkauften Volkshaus Reto Turotti / szenemagazin.ch

80er-Ikone Kim Wilde begeistert das Publikum in einer zweistündigen Show im ausverkauften Volkshaus mit ihren Hits aus den 80er und 90er Jahren.

Die Arbeit ist erledigt und ich freue mich, nun in Richtung Volkshaus zu fahren und dem Konzert der Ikone aus den 80er-Jahren Ikone Kim Wilde mit Band beizuwohnen. An der Abendkasse den Fotopass bezogen und von meinem Vespa-Freund Stefano Cester das Ticket gefasst. Erstmals können wir uns in den szenemagazin-Kleidern zeigen. Mit Hoodie, Cap und T-Shirt laufe ich im Saal des Volkshauses ein. Equipment bereitgemacht und der Saal beginnt sich langsam zu füllen. Jeder der Zuschauer hat einen Sitzplatz und deshalb dürfen wir als Fotografen nur von der Seite her Fotos machen. Pünktlich um 20:00 Uhr betritt Kim Wilde die Bühne mit ihrer siebenköpfigen Band. In schwarzer Lederjacke, rotem Leder-Unterteil, schwarzen Hosen und dazu eine dicke Sonnenbrille begrüsst sie das Publikum im Volkshaus zu ihrer Greatest Hits Tour 2022.

Die beiden Schlagzeuger geben sofort den Takt für die Show an mit dem Song Rage to Love und das Publikum beginnt zu klatschen und singt noch verhalten mit. Das ändert sich, als sie den ersten Klassiker Never Trust a Stranger anstimmt, bei deim sie von ihrer Nichte Scarlett unterstützt wird. Sie hat fast die gleiche Stimme wie ihre Tante Kim. Beide fallen mit ihren durchdachten Choreografien auf. In der Mitte der Bühne steht ein Ventilator, vor den sich Kim Wilde immer wieder stellt und so ihre blonde Mähne wehen lässt - in Anlehnung zum Video aus den achtziger Jahren.

Kim Wilde wurde 1980 von RAK Records unter Vertrag genommen. Kaum ein Jahr später stand sie mit Kids in America unter den Top Five Hits in Europa. Es folgt das Debütalbum «Kim Wilde». Die internationalen Erfolge liessen nicht lange auf sich warten. Mit der Singles-Collection 1981-93 liess der Erfolg nach und sie zog es vor, sich auf Moderationen und ihre liebe zur Gartenarbeit zu konzentrieren. Comeback im Jahr 2001 mit Klassikern, Duetten und neuen Werken. 2013 kündigt sie die Zusammenarbeit mit DJ Bobo an für ein Studio- und ein Weihnachtsalbum. Im Jahr 2018 erschien ihr bisher letztes Album «Here Come the Aliens».

 

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Jetzt aber wieder zurück zur Livemusik. Es folgen weitere Songs aus dem Repertoire der 80er und 90er, aber der Funke will nicht zum Publikum überspringen, bis sie den Hit Anyplace, Anywhere, Anytime anstimmte und den deutschen Part von Nena ebenfalls singt. Was mich bis dahin stört, ist die miserable Tontechnik. Sie ist schlicht und ergreifend übersteuert, dumpf und trotzdem noch mit Hall, sodass die Stimme von Kim Wilde in den Hintergrund verdrängt wird. Nach einem Medley diverser Songs macht sie eine kurze Pause und stellt die einzelnen Musiker der Band vor, die jeweils ein kleines Solo geben. Statt einfach den nächsten Titel wiederzugeben, fragt sie das Publikum: «Wollt ihr mit mir eine Reise durch die 80er Jahre machen?». In diesem Moment springen die Zuschauer von den Sitzen und die 80er Jahre-Party mit allen Kim Wilde-Klassikern beginnt.

Auch Kim Wildes 7-köpfige Band, mit Bruder Ricky Wilde und dessen Tochter Scarlett, gibt ab diesem Moment alles und begeistern mit Bühnenshow, Humor und grosser Spielfreude. Es beginnt mit Love is Holy, View from a Bridge. Die Töne werden lauter mit dem Song Chequered Love und Cambodia einem ihrer grössten Hits. Die Leute stehen auf und feieen Party im Volkshaus. You keep me hangin’on ist der nächste Tanzsong der die 62-Jährige performt. Die Zeitreise geht langsam zu Ende und die Band verabschiedet sich nach gut 90 Minuten Show. Das Publikum schreit: «Zugabe, Zugabe» und sie kommen zurück und geben mit Don’t Stop, You came und dem wohl grössten Hit Kids in America nochmals das beste und die Zuschauer verabschieden Kim Wilde und Band mit Standing Ovations. Fazit aus meiner Sicht: Alles in allem klang das das Ganze wie Einheitsbrei, aus dem ab und zu Hits herausragen, weil man sie kennt. Schuld daran war aus meiner Sicht die falsche Zusammensetzung der Songs und die schlechte Abmischung der Tontechnik, weil die beiden Schlagzeuger die Stimme von ihr und Scarlett übertönten. Schade.

 

 

Eventdatum: 24.10.2022

Fotograf:  Reto Turotti / szenemagazin.ch

Location:  Volkshaus, Zürich

Veranstalter:  Act Entertainment

Zuschauerzahl:  ausverkauft

 

   

Weitere Informationen

  • Fotograf/-in: Reto Turotti
Publiziert in Konzert

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