Die Playoffs sind noch nicht gesichert
Reto Turotti / szenemagazin.ch
Biel macht aus 20 Torschüssen sechs Tore – Effizienz pur.
Das Team von Dan Tagnes übernimmt von Anfang das Spieldiktat gegen den EHC Biel, denn die Zuger brauchen dringend Punkte in den nächsten Partien für die direkte Playoff-Qualifikation. Hochkarätige Chancen und das durch Allenspach und Zehnder getroffene Metall retten die Bieler vor einem Rückstand. Die Startphase wird von beiden Mannschaften intensiv und fair geführt. Die Effizienz der Bieler zeigt sich in der 14. Minute. Doppelschlag durch Tanner und Sheahan. Gaeton Haas kommt auf der linken Seite ins Drittel der Zuger und passt zu Tanner, dessen Schuss wird von Tobias Geiser unglücklich ins eigene Tor zum 0:1 für die Gäste abgelenkt. Keine dreissig Sekunden später klingelt es wieder im Kasten von Genoni. Gross leistet sich ein Fehlpass in der eigenen Zone, was Riley Sheahan dankend annimmt und seinen ersten Treffer im Bieler Dress verbucht. Er bezwingt Genoni mit einem präzisen Schuss unter die Latte. Nach diesem Treffer wirken die Zuger geschockt, denn die Bieler machen aus sieben Schüssen zwei Tore und das Drittel ist noch nicht zu Ende. In der 19. Minute macht Geiser seinen Lapsus beim ersten Gegentor wieder gut. O’Neill kurvt im Bullykreis rum und sieht den freistehenden Geiser, der van Pottelberghe mit einem Schuss in die tiefe linke Ecke bezwingt. Es fallen keine weiteren Tore mehr und die Gäste gehen mit einer 1:2-Führung in die Drittelspause vor ausverkauftem Haus in der Bossard Arena.
Die Zuger übernehmen das Zepter wie im ersten Drittel, vergeben aber weitere Chancen im Minutentakt. In der 26. Minute werden die Zuger belohnt durch Brian O’Neill. Der gut aufgelegte Carl Klingberg zieht hinter dem Bieler Tor seine Kreise und wartet genau auf den Moment, wo O’Neill frei vor dem Tor steht. Er hat dann keine Mühe, die Scheibe im Netz der Gäste zu versenken. Danach wittern die Zuger ihre Chance auf den dritten Treffer und decken van Pottelberghe mit Schüssen ein, aber er lässt sich nicht bezwingen. In der 31. Minute kommen die Zuger zu einem Powerplay. Die Scheibe läuft gut in den Reihen der Zuger, aber es resultiert kein Treffer aus der Strafe. Die Kaltblütigkeit der Gäste zeigt sich dann gegen Ende des zweiten Drittels. In der 35. Minute hämmert Rajala die Scheibe von der blauen Linie flach in die weite Ecke von Genoni zum 2:3 für die Seeländer. Nun sind die Zuger gefordert, den Rückstand vor Ende des Drittels aufzuholen. Falsch gedacht, denn in der 39. Minute stellen die Bieler den zwei Tore-Abstand wieder her, erneut durch Sheahan. Noah Delémont drückt an der blauen Linie ab. Sheahan lenkt den Schuss herrlich aus der Luft ab zum 2:4. Keine Chance für den Zuger Keeper. Auch in diesem Drittel zeigt sich die Effizienz der Bieler. Sie machen aus fünf Schüssen zwei Tore, im Gegensatz zu den Zugern, die aus zwölf Schüssen nur gerade einen Treffer verbuchen. Ich bin gespannt auf die Reaktion der Zuger im letzten Spielabschnitt.

Vollgas ist das Motto im letzten Abschnitt für die Innerschweizer, will man das Spiel noch drehen. Die Zuger strafen sich selber. In der 43. Minute wird der Treffer von Mike Künzle aberkannt, weil der EVZ die Coaches Challenge zieht, mit der Begründung: Goalie-Behinderung. Eine Minute wandert Almquist wegen eines Haltens in die Kühlbox und unterbricht das Angriffsspiel der Zuger. Es dauert nur zwanzig Sekunden, bis der Topscorer Olofsson zum 2:5 für die Bieler trifft. Was für ein Schlag ins Gesicht der Zuger in dieser Phase. Die Partie wird hitziger und es hagelt Strafen auf beiden Seiten. Und genau mit so eine Strafe können die Zuger zum 3:5 verkürzen. Simion steht im Slot richtig und überwindet van Pottelberghe mit einem Handgelenkschuss. Tagnes setzt alles auf eine Karte, nimmt Genoni raus und versucht das Unmögliche noch möglich zu machen, denn die Heimmannschaft braucht die drei Punkte. In Minute 59 trifft Lööv aus dem eigenen Drittel hoch über alle hinweg in den verlassenen Kasten der Zuger zum 3:6. Auch in diesem Spielabschnitt zeigt die Schussstatistik die Effizienz der Bieler. Aus den acht Schüssen machen sie wieder zwei Tore. Zug muss in den nächsten Spielen gegen die Lions am Sonntag und ganz wichtig am Dienstag gegen den direkten Konkurrenten Fribourg punkten, will man den direkten Einzug in die Playoffs ohne den Umweg über die Pre-Playoffs klarmachen.
EV Zug vs. EHC Biel: 3:6 (1:2 | 1:2 | 1:2)
Schüsse aufs Tor: 24:20 (5:7 | 12:5 | 7:8)
Details zum Spiel: Gamecenter SIHF
Aufstellung: TeamRoaster
Eventdatum: 25.02.2023
Fotograf: Reto Turotti / szenemagazin.ch
Location: Bossard Arena, Zug
Veranstalter: EV Zug
Zuschauer: 7200
https://www.szenemagazin.ch/sport/item/1025-die-playoffs-sind-noch-nicht-gesichert#sigProIdafb7762f3f
Weitere Informationen
- Fotograf/-in: Reto Turotti
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