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Kampf der Mietzekatzen in der Altstätter Arena

Kampf der Mietzekatzen in der Altstätter Arena Michelle Brügger / szenemagazin.ch

Es ist Freitag der 13. und ich sehe Hockeymasken. Nein, das ist nicht der Beginn einer Horrorstory. Wer heute die Oberpfote behält, wird sich zeigen, denn im Kreuzvergleich haben die Lions im Kalenderjahr 2023 80% ihrer Spiele gegen dieselben Gegner gewonnen, bei denen die Tigers nur bei 30% Grund zum Jubeln hatten.

In der laufenden Saison ist es die erste Begegnung der beiden Mannschaften. Doch bevor es losgeht, verhelfen uns die Eismeister noch zu gutem Durchblick. Vielen Dank nochmals an dieser Stelle fürs flotte Scheibenreinigen. Im ersten Drittel dominieren die ZSC Lions so dermassen und machen Druck, dass die Gäste nicht wirklich ins Spiel finden. Es scheint fast ein wenig, als hätten die SCL Tigers zu viel Respekt vor ihrem Gegner. So verwundert es denn auch nicht, dass der erste Treffer zu Gunsten der Gastgeber erfolgt. In der 10. Minute krallt sich Juho Lammikko die Scheibe in der Luft, gibt sie an Jesper Frödén ab, der sie hinter Luca Boltshauser verschwinden lässt. Der Sächsilüütemarsch ist erst 3 Minuten her, als ein Pass von Dennis Hollenstein von hinter dem Tor auf Jesper Frödén zum zweiten Mal zu Torjubel bei Zürcher Fans führt. Die Zürcher behalten das Tempo bei und den Druck aufrecht. Das macht dem Gegner zu schaffen, sie sehen je länger je mehr eher wie Stubentiger mit gestutzten Krallen aus, die deshalb den Vorhang nicht hochklettern können.

Wir kennen es langsam. Sobald der ZSC zwei Tore in Führung liegt, ist die Luft raus. Die einen nennen das Minimalismus, andere effizient, weil sie einen Punkt mehr haben, als man am Ende für den Sieg braucht. Ich nenn das typisch ZSC und hoffe, es endet nicht wie die vorherigen Heimspiele mit 2:3. So abwegig ist das nicht, denn alle 3 Strafen im Mitteldrittel gehen zu Lasten der Zürcher. Lustigerweise ist es jedes Mal 2 Minuten wegen Beinstellens. Doch die Tigers kommen nicht aus ihren Stubenfinken respektive scheitern ein ums andere Mal an Simon Hrubec. Alle Überzahlspiele ändern deshalb nichts am Punktestand. Zwischendurch werden bei Luca Boltshauser noch die Krallen geschliffen – pardon Kufen ausgetauscht. Ansonsten würde ich das Mitteldrittel als «Weitergehen, hier gibt’s nichts zu sehen» abhaken.

Das Spiel plätschert weiter vor sich her, die meiste Zeit wird vor dem Limmatblock gespielt. Auch das Powerplay für Zürich nach einem Haken von Samuel Erni reüssiert in keinem Tor. In der 52. Minute hat Boltshauser zum x-ten Mal alle Hände voll zu tun und ist schon fast komplett im Kasten, während munter weitergestochert wird. Als die Schiedsrichter dann doch noch zur Pfeife greifen, beschwert sich der Langnauer Hintermann sehr deutlich. Er macht dann nach 58:37 Minuten Feierabend und überlässt 6 seiner Kollegen das Eis. Zwei Mal wird eher unmotiviert und halbherzig in Richtung leeres Tor geschossen, bevor Jasper Frödén 29 Sekunden vor Spielschluss den Hattrick klarmacht. Simon Hrubec darf sich ein weiteres Mal einen Shutout und der ZSC 3 Punkte gutschreiben lassen.

 

   

ZSC Lions vs. SCL Tigers: 3:2 (2:0 | 0:0 | 1:0)

Schüsse aufs Tor: 33:28 (18:5 | 1:14 | 14:9)

Details zum Spiel:  Gamecenter SIHF

Aufstellung:  TeamRoster

 

Eventdatum: 13.10.2023

Fotografin:  Michelle Brügger / szenemagazin.ch

Location:  SwissLife Arena, Zürich

Veranstalter: ZSC Lions

Zuschauerzahl: 10250

 

Weitere Informationen

  • Fotograf/-in: Michelle Brügger
Publiziert in Sport

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