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Der SCB schafft in einer verrückten Partie das Break im ersten Playoff-Spiel

Der SCB schafft in einer verrückten Partie das Break im ersten Playoff-Spiel Reto Turotti / szenemagazin.ch

 Scherwey entscheidet die Partie für den SCB. Der EV Zug gibt einen 3:1-Vorsprung aus der Hand. Leonardo Genoni wird von Denis Vaucher für 907 Spiele geehrt.

Vor ausverkauftem Haus in der Bossard Arena wird Leonardo Genoni für 907 Spiele vom Sportchef des EVZ und Nationalleague-Präsident Denis Vaucher geehrt. Er löst Reto Pavoni an der Spitze der Torhüter ab, der es auf 900 Spiele brachte. Kaum hat das Spiel begonnen, muss Wingerli in die Kühlbox wegen Beinstellens. Ich weiss nicht, wo die Unparteiischen hier ein Beinstellen gesehen haben. Bern kommt zum Powerplay und setzt sich fest im Drittel der Zuger. Zwei Sekunden vor Ablauf bezwingt Nemeth Genoni zum ersten Mal. Untersander hat viel Zeit und findet den freistehenden Nemeth, der sich dann die Ecke aussuchen kann, weil sich kein Verteidiger um ihn kümmert und so versenkt er die Scheibe im Lattenkreuz zum 1:0. Die Zuger wirken geschockt und sind nervös, weshalb sie in den ersten Minuten kaum das eine Bein vor das andere bringen, geschweige dann eine Offensiv-Aktion zustande bringen. In der 8. Minute kommt es noch schlimmer für die Hausherren. Sie müssen sich in doppelter Unterzahl verteidigen, weil Kovar und schon wieder Wingerli auf die Strafbank müssen. Die Zuger ziehen sich gut aus dieser Situation und kommen dann zur besten Chance. Wingerli direkt von der Strafbank kann allein auf Reideborn ziehen. Leider bringt er die Scheibe nicht am Goalie vorbei. Nun sind die Gäste wieder an der Reihe. Lehmann und Sceviour scheitern an Genoni und Pokka hämmert die Scheibe so an die Latte, dass man es im Stadion hören kann. So geht das erste Drittel mit einem 1:0 für die Gäste zu Ende.

Wieder fällt ein frühes Tor – diesmal für den EVZ. Loeffel wird hinter dem eigenen Tor vom aggressiven Herzog von der Scheibe getrennt. Er passt auf den freistehenden Marc Michaelis im Slot der Berner und dieser vollendet zum 1:1. Die Partie gewinnt an Intensität, weil die Zuger besser ins Spiel kommen. In der 24. Minute bebt die Bossard Arena, als der Topscorer Lino Martschini mit einem Slapshot von der blauen Linie Reideborn keine Chance lässt und den Puck zur 2:1-Führung in die Maschen versenkt. Martschini zeigt seine Freude über den Treffer und lässt sich feiern. Zug ist hellwach und hat nun die Partie im Griff. Sie powern weiter und kurz vor Drittelsende netzt Senteler zum 3:1 ein. Er verwertet einen Traumpass von Wingerli mit einem Handgelenkschuss direkt unter die Latte. Somit gehen die Zuger mit einer 3:1-Führung in die zweite Pause. War das bereits eine Vorentscheidung? In der regulären Saison haben die Zuger drei der vier Spiele gegen den SCB gewonnen.

Wie im ersten Drittel übernehmen die Gäste das Zepter und machen Druck auf die Zuger Defensive. Zug ist passiv und kommt fast nicht mehr aus dem eigenen Drittel und so ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis der SCB zum Anschlusstreffer kommt. In der 44. Minute ist es dann soweit. Die Zuger bringen die Scheibe hinter dem Tor nicht weg und Ritzmann bedient Loeffel in der Mitte. Mit einem Handgelenkschuss bezwingt er Genoni zum 2:3, der freie Sicht auf die Scheibe hat. Im Gegenzug hat Eder die beste Chance für den EVZ. Es ist sinnbildlich für den EVZ, dass er das leere Tor nicht trifft! Und wenn man sie vorne nicht macht, bekommt man sie halt hinten. In der 53. Minute fällt der Ausgleich durch Simon Kinschi. Sceviour luchst Wingerli die Scheibe in der neutralen Zone ab und spielt Kindschi frei, der auf Genoni zuläuft und ihn zwischen den Hosenträger zum 3:3 erwischt. Bern hat Lunte gerochen und erhöht den Druck auf die passiven Zuger, die nicht mehr aus dem eigenen Drittel rauskommen. Tristan Scherwey dreht die Partie in der 57. Minute zu Gunsten des SCB. Bader ist der Ausgangspunkt dieses Treffers. Am rechten Bullykreis spielt er den Pass zu Scherwey, dieser setzt sich gegen zwei Zuger Verteidiger durch und setzt den Schlusspunkt in dieser Partie zum 4:3 für den SC Bern.

Fazit: Der SCB schafft das Break in einer verrückten und zugleich spannenden Partie. In der Best of 7-Serie gehen die Berner mit 0:1 in Führung. Am Dienstag geht es in der Postfinance Arena mit Spiel 2 weiter. Es ist das 14. Playoff-Duell der beiden Mannschaften. Bern führt in dieser Wertung mit 9:4 und man darf gespannt sein, wer am Ende dieser Serie die Nase vorne hat.

 

 

   

EV Zug vs. SC Bern: 3:4 (0:1 | 3:0 | 0:3)

Schüsse aufs Tor: 28:31 (8:9 | 9:9 | 11:13)

 

Details zum Spiel: Gamecenter SIHF

Aufstellung: TeamRoster

 

Eventdatum: 17.03.2024

Fotograf:  Reto Turotti / szenemagazin.ch

Location:  Bossard Arena, Zug

Veranstalter: EV Zug

Zuschauerzahl: 7200

 

Weitere Informationen

  • Fotograf/-in: Reto Turotti
Publiziert in Sport

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