Manchmal geht es schnell. Exakt eine Minute nach Spielbeginn befördert John Quenneville den Puck hinter den 1.95m grossen Keeper des HC Davos. Die Bündner kontern zwar mit Angriffen, kommen aber nicht zum Abschluss. Ganz im Gegensatz zu den Lions, als Patrick Geering zum 2:0 trifft. Head Coach Christian Wohlwend scheint dem nicht mehr länger zusehen zu wollen und reagiert harsch. Er wechselt nach nur 7 Minuten Spielzeit den Torwart Senn Gilles gegen Sandro Aeschlimann ein. Doch der Keeper scheint Garrett Roe in der 17. Spielminute zu spät zu bemerken, als dieser vor dem Tor auftaucht. Trotz beeindruckendem Spagat springt der Puck über dessen Schoner haarscharf am Torrand vorbei ins Netz. In der 20. Spielminute wird die erste Strafe ausgesprochen, die dem HCD wegen Spielverzögerung durch Roe eine Überzahlsituation schenkt.
Nach der Pause können die Bündner wegen weiterer Strafen ganze vier Minuten im Powerplay agieren. Es resultiert jedoch kein Treffer aus dieser Situation, die Lions spielen kontrolliert und wehren die Angriffe der Davoser erfolgreich ab. In der Hälfte der Partie drehen die Gäste etwas auf, die beide Torhüter werden mehrmals geprüft. In der 36. Spielminute wird Andres Ambühl für den Check gegen den Kopf von Dominik Diem mit einer 5+20-Strafe belegt und wird dafür mit einer Disziplinarstrafe rechnen müssen. Seine 5 Minuten sitzt Axel Simic ab. Die Anzahl Spieler auf dem Eis wird kurz vor der Pause nach Beinstellen von Marcus Krüger nochmal ausgeglichen, aber es bleibt 3:0 nach 40 Minuten.

Das letzte Drittel beginnen die Gastgeber in Überzahl und Garrett Roe hätte beinahe das 4:0 erzielt, doch Sandro Aeschlimann ist dieses Mal zur Stelle. In der 42. Minute knallt Magnus Nygren den Puck mit einem Slapshot ins Zürcher Tor. Die Aufholjagd beginnt, bevor Reto Schäppi nach einem Treffer im Gesicht vom Spielfeld geht. Das Momentum der Davoser scheint vorbei, spätestens als Mathias Bromé wegen Beinstellens 2 Minuten auf die Strafbank muss. Im Powerplay versuchen sie, dem hintersten Mann des HCDs die Sicht zu nehmen, doch dieser verbiegt sich gekonnt und hält Maxim Noreaus Schuss. Der ZSC will nichts mehr anbrennen lassen und erhöht den Druck auf die Gegenmannschaft. Ein weiterer kurzer Unterbruch, als der Eismeister seinen Einsatz hat und ein Loch hinter dem Tor der Davoser füllen muss. Dem HCD bleibt wenig Zeit, um ein Unentschieden zu erzielen. Da ist es wenig hilfreich, wenn in der 56. und 58. Spielminute jeweils einer ihrer Spieler wegen Beinstellens und Behinderung auf die Strafbank muss. Damit die Anzahl Mann auf dem Eis zumindest ausgeglichen ist, geht Sandro Aeschlimann in der 59. Minute vom Eis. Dominik Egli lässt die Hoffnungen auf einen Ausgleich eine halbe Minute vor Spielende nochmal aufleben. Im Eishockey reichen 30 Sekunden bekanntlich für ein Tor, aber die im Timeout besprochene Taktik geht nicht auf. Die ZSC Lions gewinnen diese Partie gegen den HC Davos mit 3:2 und können ihrem Konto einen weiteren Sieg hinzufügen.
ZSC Lions vs. HC Davos 3:2 (3:0 | 0:0 | 0:2)
Schüsse aufs Tor: 25:28 (7:6 | 7:11 | 11:11)
Details zum Spiel: Gamecenter SIHF
Aufstellung: TeamRoaster
Eventdatum: 18.01.2022
Fotograf: Michelle Brügger / szenemagazin.ch
Location: Hallenstadion Zürich
Veranstalter: ZSC Lions
Zuschauerzahl: 7962
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