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Michelle Brügger

Zwei Mal musste das Konzert von Jonathan Bree seit Frühling 2020 verschoben werden. Jetzt kommen wir endlich in den Genuss seiner ungewöhnlichen Performance im Papiersaal. Doch auch der Supporting Act Amante Amato lässt sich etwas Spezielles einfallen.

 Bei Türöffnung um 19 Uhr sieht es nicht so aus, als würde das Kaufleuten in Zürich heute voll werden. Doch je näher der Showbeginn rückt, umso mehr füllt sich auch der Saal. Ich frage mich, ob er einen Opener hat oder um 20 Uhr Stress den Abend selbst eröffnet.

Ich bin Generation «Breakfast Club», dessen Titelsong «Don’t you (forget about me)» von Simple Minds ist. Klarer Fall, dass an ihrem Konzert im Hallenstadion vermutlich die ein oder andere Jugenderinnerung aufkommen wird.

Es ist Freitag der 13. und im Hallenstadion stehen namenlose Ghuls auf der Bühne. Ein was? Das leichenfressende arabische Fabelwesen trägt in der Mythologie den Namen “Ghul”. Bei Ghost sind gleich mehrere Ghuls auf der Bühne, denn die Bandmitglieder werden so genannt.

Es herrscht Privatkonzertstimmung im Komplex. Der Saal ist nur zur Hälfte geöffnet, was optisch zu einem volleren Raum führt. Alle stehen heute vor dem Mischpult. Keine Säulen im Sichtfeld. Selbst wer die Brille daheim vergessen hat, wird kein Problem haben, das Geschehen auf der Bühne scharf verfolgen zu können.

Ein Wechselbald der Gefühle. Von still und nachdenklich bis lauthals kundtun, was ihn bewegt. Sam Fender nimmt uns auf eine ganz persönliche Reise und lässt uns in seine Vergangenheit blicken.

In der Halle 622 sind viele junge Menschen, mehrheitlich weiblich. Kein Wunder, wenn 5 Seconds of Summer auf dem Programm stehen.

Der sympathische Schotte schafft, was andere erfolglos probierten: das Zürcher Publikum in Bewegung zu bringen. Bei seinen Songs kann man aber fast nicht anders, als die Musik in bester Laune zu geniessen.  

Sind die Warriors nur bedingt regentauglich? In der ersten Halbzeit überzeugten die Gastgeber wenig und wurden nicht nur von oben abgeduscht. Auch in der zweiten Hälfte nahmen die Winterthurer das Spiel wohl zu locker. Von einem eindeutigen Sieg gegen die Zurich Renegades kann nicht die Rede sein.

Egal ob ZSC- oder EVZ-Fan. Beide Seiten konnten wohl nicht glauben, was da gerade passiert war. Es ist die Dernière im Hallenstadion. Zumindest was den Standort betrifft. Denn im Spiel 6 der diesjährigen Finalserie konnte der Schweizer Meister in der höchsten Eishockeyliga noch nicht erkoren werden.  Der EVZ erzwingt doch tatsächlich eine Belle und könnte möglicherweise die Serie zum ersten Mal in der Geschichte umdrehen.

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