Eva Under Fire
Den Anfang macht Eva. Sie hat den undankbaren Job, schon um 19:00 Uhr die bereits Anwesenden anzufeuern. Das Publikum ist ab dem ersten Ton mit dabei und feiert die Songs. Interessant finde ich den Einteiler, den der Gitarrist anhat. Im Yves Saint Laurent Style, jedoch mit Eva Under Fire übersäht.
Eva Under Fire ist eine amerikanische Rockband, die ursprünglich aus Detroit, Michigan, stammt. Die Band wurde im Jahr 2015 gegründet und besteht aus der Sängerin Eva Bristol, dem Gitarristen Nick Bovee, dem Bassisten Tom Rice und dem Schlagzeuger Dusty Kittle. Die Band spielt energiegeladene und melodische Rockmusik, die Elemente des Alternative Rock, Hard Rock und Pop Rock vereint. Ihre Texte behandeln Themen wie persönlicher Wachstum, Liebe und Verlust.
Mehrere EPs haben sie bis jetzt veröffentlicht, darunter «Eva Under Fire» (2015), «The Road» (2016) und «Eva Under Fire Deluxe» (2019). Ihr Debütalbum «Anchors» wurde im Jahr 2020 veröffentlicht und erhielt positives Feedback von Kritikern und Fans. Sie haben auch als Support-Act für bekannte Bands wie Shinedown, Pop Evil und Red Sun Rising gespielt und sind bekannt für ihre energiegeladenen Live-Auftritte. Die Band arbeitet derzeit an neuen Musikprojekten und ist bereit, ihre Karriere auf die nächste Stufe zu bringen.
Der Sound ist «Komplex halt», haut niemanden aus den Socken. Das Licht mag für den Zuschauer interessant sein, aber zum Fotografieren ist es bescheiden. Nach guten 25 Minuten beenden sie ihr energiegeladenes Set und die Bühne erfährt einen kurzen Umbau. Währenddessen stürmen die ersten die Bar, um Getränkenachschub zu holen, denn es ist recht warm im Saal.
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Like a Storm
Entgegen ihrem Namen kommen die vier gemütlich auf die Bühne. Ihre handgeschriebene Setlist umfasst neun Songs. Darauf vermerkt ist auch die Begrüssung «Guten Abend Tzu-ri». Sie beginnen mit Didge und Chemical, doch bei beiden Songs fällt mir auf, dass man im Graben praktisch keine Stimme hört. Ebenfalls vermisse ich das Licht, denn es wurde noch düsterer und mit knappem, grünlichem Licht werden die Bandmitglieder von hinten angestrahlt.
Like a Storm ist eine Rockband aus Neuseeland, die 2005 von den Brüdern Chris, Matt und Kent Brooks gegründet wurde. Die Band hat ihren Sitz in Las Vegas, Nevada, und besteht aus den drei Brooks-Brüdern sowie dem Schlagzeuger Zach Wood. Ihre Musik ist eine Mischung aus Post-Grunge, Alternative Metal und Hard Rock mit einzigartigen Elementen wie dem Einsatz eines Didgeridoos, einem traditionellen Musikinstrument der Aborigines aus Australien. Ihre Texte behandeln oft Themen wie innere Konflikte, Depressionen und soziale Ungerechtigkeit.
Mit TNT und Love/Hate beenden sie ihre kurze Show und posieren noch kurz für ein Bandfoto vor der Crowd. Danach entschwinden sie in die Katakomben und machen Platz auf der Bühne für den Mainact.
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Skillet
Skillet sind für mich nichts Neues. Ich habe sie bereits mehrfach ablichten dürfen. Umso mehr bin ich erstaunt, dass die Bilder heute Abend dem Management gesendet werden müssen, um sie abnehmen zu lassen. Ich lasse mich mal nicht davon beirren und begebe mich wieder in den Fotograben.
Zu Beginn begrüsst uns kurz Jen Ledger, bevor sie sich hinter ihrem Schlagzeug versteckt. Los geht es gleich mit voller Power, viel Licht und Invincible. Das Ehepaar Cooper steht unter Strom und gibt alles. Sie quält die Gitarre und posiert für Fotos, während er über die Bühne läuft und springt. Ein nettes Lächeln erhalte ich von Jen, als sie merkt, dass ich die Kamera auf sie gerichtet habe.
Die Rockband Skillet wurde im Jahr 1996 von John Cooper in Memphis, Tennessee, gegründet. Die Band begann als christliche Rockband und veröffentlichte ihr erstes Album «Skillet» im Jahr 1996. In den folgenden Jahren änderte sich die Besetzung der Band mehrmals, aber John Cooper und seine Frau Korey Cooper blieben als Kernelement der Band erhalten.
Im Jahr 2000 veröffentlichte Skillet ihr viertes Album «Invincible», das ihnen einen Durchbruch in der christlichen Musikszene bescherte. Sie erweiterten ihren Sound und begannen mit Elementen des Hard Rock und Heavy Metal zu experimentieren. Mit dem Album «Collide» im Jahr 2003 erreichte Skillet eine noch grössere Fangemeinde und begann auch international aufzutreten. Ihr Album «Comatose» im Jahr 2006 wurde ihr erstes Platin-Album und brachte ihnen ihre erste Grammy-Nominierung für das Lied Rebirthing ein.
In den folgenden Jahren veröffentlichte Skillet weitere erfolgreiche Alben wie «Awake» (2009), «Rise» (2013) und «Unleashed» (2016). Ihre Musik hat weiterhin Elemente von Rock, Hard Rock, Heavy Metal und elektronischer Musik. Ihr letztes Album «Dominion» erschien 2022 und schaffte es bis jetzt nur auf Platz 18 in den Schweizer Albumcharts.
Für Song drei haben sie, wie ich es vermutet habe, Surviving the Game in Peto. Dazu gehören die CO2-Handkanonen. Hatte John damals im X-Tra noch die Verstrebung über die Treppe, um näher ans Publikum zu kommen, nebelt er heute von der Bühne herab. Die eiskalten Nebelstückchen, die auf uns niederfallen, sind eine willkommene Abkühlung für mich. Die Setlist beinhaltet Hits wie Comatose, Hero, Undefeated und Monster. Den Abschluss machen sie mit dem 16. Song Resistance. Eingefleischte Fans werden eventuell bemängeln, dass die Show immer wieder praktisch identisch abläuft. Dennoch gehe ich davon aus, dass alle das Konzert genossen haben und auf ihre musikalischen Kosten gekommen sind.
Dennoch hänge ich mich jetzt mal kurz an die negativen Seiten als Fotograf an, die Michelle in ihrem Bericht über Tori Amos geäussert hat. Was ist nur los mit den Managements? Sie bestimmen, wie unsere Kunst und Berichterstattung auszusehen haben. Ich bin doch als Fotograf auch Künstler und selbst daran interessiert, nur gute Bilder zu veröffentlichen. Ich würde mir ja selber schaden mit schlechten Bildern. Aber dann müssen wir uns - in den 3 erlaubten Songs, während denen wir fotografieren dürfen - blaues und rotes Licht antun, oder noch schlimmer praktisch gar kein Licht oder volles Gegenlicht. Ebenfalls gibt es sowohl männliche als auch weibliche Diven, die während den ersten Songs eine Sonnenbrille und/oder einen Hut anhaben, beziehungsweise uns keines Blickes würdigen. Das gibt uns das Gefühl, wir sind ja nur dämliche Fotografen und nicht Willkommen. Die Deadline, die ich dem Management für die Freigabe der Bilder gesetzt habe, ist ohne Antwort verstrichen und somit nehme ich mir nun heraus, meine Bilder ohne ihr OK zu veröffentlichen. Schlussendlich wollen wir unseren Lesern Bericht und Fotos so rasch wie möglich präsentieren, Konzerte haben selten etwas Zeitloses.
Bis am 14. Mai touren sie noch durch Europa, bevor sie dann über den Teich hüpfen und den Sommer mit Shows in Amerika verbringen.
Nachtrag: Eine halbe Stunde, nach der von mir auferlegten Deadline, ist vom Management ein Mail gekommen: «Great these are approved!» Ich bin etwas erstaunt, überhaupt etwas gehört zu haben und dann gleich alles durchgewunken.
Eventdatum: 03.05.2023
Fotografen: Marcel Kaul / szenemagazin.ch
Location: Komplex 457, Zürich
Veranstalter: Good News
Zuschauerzahl: ca 1300
Skillet
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Eva under Fire
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Like a Storm
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