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Candlelight: The Best of Hans Zimmer

Candlelight: The Best of Hans Zimmer Andrea Schüpbach / szenemagazin.ch

In der malerischen Altstadt von Bern, wo historische Gebäude und charmante Gassen die Atmosphäre eines anderen Jahrhunderts versprühen, findet ein ganz besonderer Event statt: Candlelight-Konzerte von Fever. Diese Serie von aussergewöhnlichen Konzerten bietet ein einzigartiges Musikerlebnis, bei dem die Magie der klassischen Musik mit dem stimmungsvollen Licht von tausenden Kerzen verschmilzt.

Candlelight-Konzerte, die von Fever organisiert werden, sind inzwischen zu einem festen Bestandteil des kulturellen Lebens in vielen Städten geworden. Von Aarhus in Dänemark über Irapuato in Mexico bis nach Zürich in der Schweiz, Weltweit in über 100 Städten. Was diese Konzerte so einzigartig macht, ist nicht nur die herausragende Musik, sondern auch die atemberaubende Kulisse: Die Veranstaltung findet in historischen und architektonisch beeindruckenden Orten statt, die durch das sanfte Licht der Kerzen in eine fast mystische Atmosphäre getaucht werden.

Das Konzept von Fever ist einfach, aber brillant: Weltbekannte klassische Kompositionen, die von Musiktalenten live vorgetragen werden, während das Ambiente mit Kerzenlicht eine unvergleichliche Atmosphäre schafft. Die dadurch geschaffene intime und emotionale Umgebung ermöglicht es den Besuchern, die Musik in einer ganz neuen Dimension zu erleben. Von der ersten Note an zieht der Klang der Instrumente das Publikum in seinen Bann, die Wirkung des Kerzenlichts erzielt eine ganz eigne Wirkung auf das Publikum.

Ob klassische Meisterwerke von Ludwig van Beethoven, Johann Sebastian Bach, oder die legendären Klänge von Léo Delibes’ «Coppélia» – das Repertoire ist breit und reicht von den grossen Symphonien der klassischen Musik bis hin zu modernen Interpretationen von Hans Zimmer.

In Bern finden die Candlelight-Konzerte in eindrucksvollen Räumen statt, wie zum Beispiel in der Französischen Kirche oder der Zytglogge. Die Französische Kirche in Bern, auch bekannt als die Église Française de Berne, ist ein beeindruckendes Beispiel für barocke Architektur und ein bedeutendes kulturelles Wahrzeichen der Stadt. Im Herzen der Altstadt gelegen, wurde die Kirche im 18. Jahrhundert erbaut, um den französischsprachigen Reformierten der Stadt einen Platz für Gottesdienste zu bieten. Besonders markant ist die Innenausstattung mit kunstvollen Verzierungen und dem schönen Holzaltar. Die Kirche ist nicht nur ein Ort des Gebets, sondern auch ein kultureller Treffpunkt, der durch Konzerte und Veranstaltungen ihre Türen für alle öffnet. Mit ihrer ruhigen und besinnlichen Atmosphäre ist die Französische Kirche ein perfekter Ort, um der Hektik des Stadtlebens zu entfliehen und die Geschichte Berns hautnah zu erleben.

Uns steht also ein unvergesslicher Abend in der Französischen Kirche bevor. Für das Konzert wurden an die 4000 Kerzen aufgestellt. Jedes Detail, vom sanften Schein der Kerzen bis hin zur Akustik des Raums wurde mit Bedacht gewählt, um das Konzert zu einem unvergesslichen Erlebnis zu machen.

Bereits als es noch hell war, spürte man die warme Harmonie der Kerzen. Das Konzert begann pünktlich um 21:00 Uhr, wer zu spät kam, wurde nicht mehr eingelassen. Die Kirche war komplett ausverkauft. Besonders beeindruckend ist, wie das Kerzenlicht mit der Musik harmoniert: Wenn die Geigen und Klaviere die Luft füllen, flackern die Kerzen im Takt der Melodien, und das Zusammenspiel von Licht und Klang hat eine hypnotische Wirkung.

 

Bild: Andrea Schüpbach (szenemagazin.ch)

 

Hans Zimmer – Der Klangarchitekt Hollywoods

Wenn es einen Namen gibt, der im modernen Kino untrennbar mit epischem Sound verbunden ist, dann ist es Hans Zimmer. Der gebürtige Frankfurter hat nicht nur das Hollywood-Kino musikalisch geprägt – er hat es regelrecht revolutioniert. Seine Kompositionen sind mehr als nur musikalische Untermalung: sie erzählen Geschichten, formen Emotionen und bleiben oft länger im Gedächtnis als der Film selbst.

Geboren 1957 in Frankfurt am Main, begann Hans Zimmer seine musikalische Karriere in der Welt der elektronischen Musik. In den 1980er Jahren war er Teil der Band The Buggles – bekannt durch den Hit Video Killed the Radio Star. Doch der Sprung ins Filmbusiness kam durch seine Zusammenarbeit mit dem britischen Komponisten Stanley Myers. Hans Zimmer brachte frischen Wind in die damals sehr klassisch geprägte Welt der Filmmusik – mit Synthesizern, digitalen Elementen und einem neuen Verständnis für Klangarchitektur.

Sein Durchbruch kam 1988 mit dem Film «Rain Man», für den er eine Oscar-Nominierung erhielt. Seither hat Hans Zimmer für über 150 Filme komponiert – darunter Klassiker wie «König der Löwen», «Gladiator», «Inception», «Interstellar» und «Dune». Seine Musik kennt von Jung bis Alt und hat einen riesengrossen Wiedererkennungswert: wuchtige Rhythmen, emotionale Melodien und ein Gespür für das grosse Kinoerlebnis zeichnen ihn aus. Hans Zimmer experimentiert auch gerne – ob mit afrikanischen Chören, Kirchenorgeln oder weltweiten Musiktraditionen. Hans Zimmer nutzt seine Werke als Spannungswerkzeug, man kann es kaum abwarten, bis die Handlung im Film zum Höhepunkt kommt.

Quartett aus More than Classic

Das Orchester «More than Classic», das für seine aussergewöhnliche Musikpräsentation bekannt ist, hat mit den Candlelight-Konzerten eine faszinierende Reihe geschaffen, die die Magie der klassischen Musik in einem einzigartigen Ambiente erlebbar macht.

Mit grossen Erwartungen lauschte ich dem ersten Lied Time aus dem Film «Interception». Eines meiner absoluten Lieblingslieder von Hans Zimmer. Leider blieb aber trotz der unvergleichlichen Kulisse der Gänsehaut-Moment aus. Das Quartett spielte hervorragend, jedoch wer die Musik von Hans Zimmer bereits mit einem grossen Orchester gehört hat, wurde wie ich leider enttäuscht. Weiter wurden folgende Lieder von Hans Zimmer gespielt: Dieses Land (Der König der Löwen), Zooster’s Breakout (Madagascar), Supermarine (Dunkirk), Honor (The Pacific), A Dark Knight (The Dark Knight), Wonder Woman (Suite), Gladiator (Suite), Cornfield Chase (Interstellar), Dune (Suite), Discombobulate (Sherlock Holmes), Fluch der Karibik (Suite). Rund eine Stunde später spielte das Quartett den letzten Song und wurde mit einem tosenden Applaus verabschiedet. Auch beim Verlassen der Kirche wurde kein Licht angezündet, so konnte man die Atmosphäre noch einen Moment lang geniessen und Fotos machen.

Für alle, die eine aussergewöhnliche Möglichkeit suchen, Kultur und Musik zu geniessen, ist das Candlelight-Konzert in Bern aber definitiv ein Muss. Egal, ob als Geschenk oder als persönliche Auszeit – dieser Event bleibt noch lange im Gedächtnis.

 

Eventdatum: 07.06.2025

Fotografin:  Andrea Schüpbach / szenemagazin.ch

Location:  Französische Kirche, Bern

Veranstalter: Fever

Zuschauerzahl: unbekannt

 

Weitere Informationen

  • Fotograf/-in: Andrea Schüpbach
Publiziert in Konzert

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