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EHC Kloten hält Pre-Playoff-Hoffnungen am Leben

EHC Kloten hält Pre-Playoff-Hoffnungen am Leben Marcel Kaul / szenemagazin.ch

Zu Hause konnte der EHC Kloten bereits mit einer Ausnahme gegen alle Teams punkten: die Rapperswil-Jona Lakers. Im letzten Heimspiel der Saison geht es für den EHC Kloten um mehr: die Teilnahme an den Pre-Playoffs. In einem hartumkämpften Spiel schlagen sie die Lakers nach Penalty und sammeln zwei wichtige Punkte.

Schon vor dem letzten Heimspiel der Regular Season ist klar, dass der EHC Kloten die Erwartungen an einen Aufsteiger mehr als übertroffen hat. In der ersten Saison nach dem Wiederaufstieg spielt das Team von Jeff Tomlinson bis zum letzten Spiel im Rennen um die Pre-Playoffplätze mit. Auch in Sachen Zuschauerzahl kann sich Kloten sehen lassen. Bis zum heutigen Spiel kamen im Durschnitt 6083 Fans in die stimo Arena, das ist Platz 8 in der NLA.

Ebenfalls klar ist bereits vor Beginn, dass die heutige Partie eine schwierige sein wird. Auch wenn Tomlinson sagte, sein Team könne nach dem Erreichen des Saisonziels befreit aufspielen, ist die Erwartungshaltung beim Team und den Fans merklich spürbar: Kloten will in die Pre-Playoffs. Doch mit den Lakers stellt sich den Flughafenstädter der Drittplatzierte in den Weg. Die Schussstatistik spricht eine deutliche Sprache: Während Rapperswil ganze 37 Mal auf das Tor von Juha Metsola schiesst, schafft es Kloten nur gerade 18 Mal, Melvin Nyffeler zu fordern. Kloten lässt sich von dieser statistischen Dominanz aber nur wenig beeindrucken. Auch in numerischer Unterzahl lassen sie sich nur einmal bezwingen. 8 Sekunden vor Ablauf einer Strafe gegen Captain Steve Kellenberger netzt Tyler Moy ein. Kurz zuvor hat Jonathan Ang im selben Boxplay in der 17. Minute seine Farben zur zwischenzeitlichen 1:0-Führung geschossen. Dies ist sein zweiter Treffer an diesem Abend. Doch sein erstes Tor wurde wegen Torhüterbehinderung aberkannt: Marc Marchon befindet sich mit seinem Allerwertesten leicht im Torraum. Dass Nyffeler zu diesem Zeitpunkt aber noch auf der falschen Seite des Tors ist, scheint nicht relevant zu sein. Es bleibt zu hoffen, dass die Regeländerung auf nächste Saison wieder rückgängig gemacht wird.

 

Bild: Marcel Kaul (szeneemagazin.ch)

 

Das Boxplay während Kellenbergers Strafe ist die einzig wirklich dominante Phase des EHCs. Die Lakers können von Glück reden, dass sie nach dem 1:0 nicht auch noch das 2:0 in Überzahl einstecken müssen. Arttu Ruotsalainen scheitert nur knapp an Nyffeler. Über weite Strecken machen die Gäste das Spiel, scheitern jedoch Mal um Mal am starken Klotener Schlussmann. Im Mitteldrittel fallen zwar keine Tore, das Spiel ist dennoch hoch-interessant. Die Partie ist vom Tempo-Eishockey beider Teams geprägt und hat definitiv Unterhaltungswert. Mit insgesamt 6 Strafen im zweiten Abschnitt wird den Zuschauern auch viel Powerplay-Hockey geboten. Zur Spielmitte entladen sich die Emotionen bei Marc Marchon und Michal Jordan. Dieses Duell hat sich über die ersten 30 Minuten abgezeichnet, denn die beiden sind immer wieder aneinandergeraten. Nach Marchons verletzungsbedingter Abwesenheit spürt man nun wieder, dass Kloten bissiger und frecher ist.

Trotz den vielen Bemühungen fallen aber keine Tore und so steht es bis zur 53. Minute 1:1. Kloten kann sich damit glücklich schätzen und zeichnet sich durch eine sehr kämpferische Leistung aus. Das Glück findet seinen Höhepunkt, als Maxim Noreau wegen einer Behinderung für 2 Minuten auf die Strafbank muss. Die Sensation scheint perfekt. Miro Aaltonen zimmert den Puck auf Zuspiel von Lucas Ekestahl-Jonsson zum 2:1 ins Netz. Doch die Freude währt nicht lange. Keine Minute später wird der Druck der Lakers unhaltbar und es steht 2:2.

In der Verlängerung kann weder Kloten noch Rapperswil eine Entscheidung erzwingen. Die Rosenstädter ersetzen Nyffeler während mehr als einer Minute sogar durch einen vierten Feldspieler – ohne Erfolg. In der Shootout-Lotterie zieht der EHC Kloten schlussendlich das bessere Los. Während Metsola nur einmal hinter sich greifen muss, treffen Ekestahl-Jonsson und Ruotsalainen für Kloten. Damit landen zwei wichtige Punkte auf dem Konto der Klotener. Sie brauchen dennoch einen Sieg gegen den HC Davos, um die Pre-Playoff-Träume am Leben zu halten. Bei der Best-Player Ehrung kommt ein bekanntes und gerngesehenes Gesicht zum Zug: Robin Figren überreicht die Ehrung und feiert mit der Mannschaft den Sieg über die Lakers vor eigenem Anhang.

 

 

 

EHC Kloten vs. SC Rapperswil-Jona Lakers 3:2 n.P. (1:1 | 0:0 | 1:1 | 1:0) 

Schüsse aufs Tor: 18:37 (8:15 | 2:12 | 4:8 | 4:2)

 

Details zum Spiel: Gamecenter SIHF

Aufstellung: TeamRoaster

 

Eventdatum: 02.03.2023

Fotograf:  Marcel Kaul / szenemagazin.ch

Location:  stimo arena, Kloten

Veranstalter: EHC Kloten

Zuschauerzahl:  6748

 

Weitere Informationen

  • Fotograf/-in: Marcel Kaul
Publiziert in Sport

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