Kein Happy End für Tangnes: Zug verliert packendes Duell gegen Davos
Reto Turotti / szenemagazin.ch
Dan Tangnes kehrt für einen emotionalen Abschied nach Zug zurück. Doch das Spiel gegen Davos wird zu einem echten Nervenkrimi voller dramatischer Wendungen und Emotionen. Am Ende siegen die Davoser im Penaltyschiessen und setzen ihre beeindruckende Serie fort.
Ein bittersüsser Abschied in Zug
Es ist ein Gemisch aus Nostalgie und Wehmut. Dan Tangnes, der Held, der den EVZ zu zwei Meisterschaften und einem Cupsieg führte, kehrt zurück nach Zug, an den Ort seiner grössten Triumphe. Die OYM hall applaudiert, als der 46-jährige Norweger sich offiziell von CEO Reto Klay und dem Präsidenten des EVZ verabschiedet. Ausgerechnet in diesem besonderen Spiel gegen den HC Davos, sein letzter Gegner als EVZ-Coach. Und ausgerechnet Josh Holden, sein enger Freund und jetziger HCD-Assistent, steht auf der anderen Seite der Bande.
Ein Spiel der Achterbahngefühle
Dann wird es ernst auf dem Eis. Das Spiel beginnt, die Nerven liegen blank. Der EVZ startet besser. Ein Jubel geht durch die Menge, als Lino Martschini nach Vorarbeit von Wingerli die Scheibe zum 1:0 ins Netz versenkt. Doch die Bündner schlagen zurück. Ein Schuss von Valentin Nussbaumer wird zum Kuriosum: Goalie Leonardo Genoni will die Scheibe wegschaufeln, fegt sie aber mit dem Handschuh ins eigene Tor. Die Halle hält den Atem an. Es steht 1:1 und der Schock sitzt tief. Die Schiedsrichter Kaukokari und Lemelin überprüfen eine Szene. Eine vermeintlich harmlose Aktion von Mischa Geisser gegen Filip Zadinas Knie wird als gefährlich eingestuft. Fünf Minuten plus Spieldauerstrafe. Der Jungspund Geisser muss unter die Dusche, die Schockstarre in Zug ist spürbar. Die Gäste nutzen diese lange Überzahl eiskalt aus. Adam Tambellini und Simon Ryfors zaubern einen Doppelpass und Tambellini vollendet zum 2:1. Genoni hat keine Chance, seine Vorderleute schauen nur zu. Genau hier liegt ein Problem des EVZ in dieser Saison, an dem sie weiterhin arbeiten müssen.

Comeback und Drama im zweiten Drittel
Das zweite Drittel beginnt mit Kontroversen. Zwei umstrittene Strafen gegen Davos – doch Zug kann die fünf-gegen-drei-Überzahl nicht nutzen. Der HCD verteidigt verbissen und Sandro Aeschlimann hält seinen Kasten vorerst sauber. Doch dann leistet sich Nationalverteidiger Michael Fora einen riskanten Backhand-Pass quer durch die Box. Vozenilek ist zur Stelle und netzt zum 2:2 ein. Die Spannung ist zurück, das Spiel wieder völlig offen. Mit diesem Spielstand geht es vor 7’450 Zuschauern in die zweite Pause.
Penaltyschiessen der bitteren Wahrheit
Es wird dramatisch im Schlussabschnitt. Herzog bringt die Hausherren mit einem Abpraller wieder in Führung, doch in der 54. Minute gleicht Nussbaumer nach dem zweiten Eigentor von Genoni wieder aus. Momentan mag der Zuger Torhüter ein Leistungstief haben, doch seine Rolle als entscheidender Faktor in wichtigen Spielen bleibt unbestritten. Mit seiner Ruhe, Erfahrung und Routine ist er ein Gamechanger. Niemand kennt die National League so gut wie er. Es fallen keine weiteren Tore mehr und somit kommt es zur Overtime. Die Verlängerung ist bereits die dritte für den EVZ zu Hause in dieser Saison. Die Anspannung ist bei den Zuschauern greifbar. Beide Teams fighten um jeden Zentimeter Eis. Die beste Chance hat der HCD, als Filip Zadinas Schuss am Pfosten landet. Zug rettet sich ins Penaltyschiessen. Die Spannung steigt ins Unermessliche. Und dann die bittere Wahrheit: Während Tambellini und Ryfors für Davos treffen, geht der EVZ zum dritten Mal als Verlierer vom Eis. Die Davoser Siegesserie von nunmehr sieben Spielen in Folge hält an, auch wenn sie zum ersten Mal einen Punkt abgeben müssen. Ein packendes Spiel, das bis zur letzten Sekunde fesselte.
EV Zug vs. HC Davos: 3:4 (1:2 | 1:0 | 1:1 | 0:1)
Schüsse aufs Tor: 29:35 (8:11 | 10:9 | 9:13| 2:2)
Details zum Spiel: Gamecenter SIHF
Aufstellung: TeamRoster
Eventdatum: 23.09.2025
Fotograf: Reto Turotti / szenemagazin.ch
Location: OYM Hall, Zug
Veranstalter: EV-Zug
Zuschauerzahl: 7450
Verabschiedung Dan Tagnes
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Game
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Weitere Informationen
- Fotograf/-in: Reto Turotti
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