Ausverkauftes Letzigrundstadion für Bruce
Reto Turotti / szenemagazin.ch
Bruce Springsteen aka The Boss und seine E-Street Band sind heute Abend zu Gast im ausverkauften Letzigrund Stadion. Ob sie den Anforderungen der Besucher gerecht werden?
Gegen 18:00 Uhr fahre ich mit der Vespa Richtung Letzigrund und vom Bahnhof Altstetten aus sehe ich hunderte, wenn nicht tausende Fans Richtung Stadion marschieren. Zum Teil singen sie die Songs ihres Idols oder haben einen kleinen mobilen LS dabei. Angekommen vor dem Stadion werden wir von Antonia und Daniela in Empfange genommen und ins Stadion geführt. Kurze Einweisung und dann ab in den speziellen Fotograben hinter dem «Golden Circle». Perfekte Sicht auf die Bühne und da ich ja nicht der Grösste bin, durften wir auf die Abschrankungen steigen und so konnte auch ich über die Köpfe der Zuschauer sehen und hatte freie Sicht. Kurz noch einen «Hopfentee» getrunken und dann die Kamers positioniert.
Ich drehe mich kurz um - und wer läuft mir im Fotograben entgegen? Es ist kein geringer als der «Maestro» Roger Federer mit Mirka und zwei Begleitpersonen. Kurz hallo und wie geht’s und dann war er wieder weg Richtung Backstage der Bühne. Es ist 19:00 Uhr, aber vom «Boss» war nichts zu sehen oder zu hören. Mit einer fünfzehnminütigen Verspätung kommen die Musiker der E-Street Band auf die Bühne. Kurz danach taucht der «Boss» auf und begrüsst die Zuschauer. Dann startet das Konzert mit My Love Will Not Let You Down. Seine Stimme klingt klar und deutlich, aber der Sound im Letzigrund ist eine Katastrophe. Die Zuschauer gehen mit und bringen so eine Topstimmung ins Stadion.
Bruce Springsteen und die E Street Band haben einen unauslöschlichen Eindruck in der Musikwelt hinterlassen. Mit ihren elektrisierenden Auftritten, ihren zu Herzen gehenden Texten und ihrer unvergleichlichen Energie haben sie die Herzen von Millionen Menschen rund um den Globus erobert. Erfahren Sie mehr über die Geschichte dieser ikonischen Zusammenarbeit, die nach wie vor den Geist des Rock 'n' Roll definiert. Im Jahr 1972 stellte Bruce Springsteen eine Gruppe talentierter Musiker zusammen, die später die E Street Band werden sollte. Mit Musikern wie Clarence Clemons am Saxophon, Steven Van Zandt an der Gitarre, Max Weinberg am Schlagzeug und anderen versierten Künstlern entwickelte die Band schnell einen einzigartigen Sound, der Rock, Folk und Soul miteinander verband. Springsteens charismatische Bühnenpräsenz in Kombination mit der engen Chemie der Band sorgte für ein elektrisierendes Live-Erlebnis, das die Musik der Band in neue Höhen hob.
Die Musik von Springsteen und der E-Street Band zeichnet sich durch ihre unverblümte Ehrlichkeit und ihre zu Herzen gehenden Erzählungen aus. Von Hymnen wie Born to Run und Thunder Road bis zu introspektiven Balladen wie The River und Atlantic City spiegeln ihre Songs die Kämpfe, Träume und Triumphe der Arbeiterklasse wider. Die Fähigkeit der Band, das Publikum auf einer emotionalen Ebene anzusprechen, hat sie legendär gemacht. Springsteens leidenschaftlicher Gesang gepaart mit der meisterhaften Instrumentierung der Band, ergibt eine kraftvolle Kombination, die bei Zuhörern über Generationen hinweg Anklang findet.
Der Einfluss von Bruce Springsteen und der E-Street Band auf die Rockmusik kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Sie haben Millionen von Platten verkauft, zahlreiche Preise gewonnen und unzählige Musiker inspiriert. Ihre Live-Auftritte sind legendär, mit Marathon-Konzerten, die das Publikum in Begeisterung versetzen. Als Fackelträger des Rock'n'Roll inspirieren und beflügeln sie den Geist der Musik bis heute. Sie sind eine unaufhaltsame Kraft, die sich einen einzigartigen Platz in den Annalen der Rockgeschichte geschaffen hat. Ihre Musik ist ein Zeugnis für die Kraft des Geschichtenerzählens und die Fähigkeit, Herzen durch Lieder zu berühren. Mit ihrer unerschütterlichen Leidenschaft und ihrem unvergleichlichen Talent bleiben sie ein ikonisches Symbol für den Geist des Rock'n'Roll.

Kurz vor dem nächsten Song plaudert er noch über die Zeit in der Pandemie. Der Schlagzeuger gibt den Takt an für No Surrender und wer jetzt nicht mitsingt oder klatscht, ist kein Fan von ihm. Er zieht den Titel in die Länge und steigt über die Treppen zu den Zuschauern hinunter und flirtet mit den weiblichen Fans. Dann geht’s wieder ab auf die Bühne und er geht von der einen zur anderen Seite der riesigen Bühne. Man merkt, dass er nicht mehr der Jüngste ist, vor 10 Jahren rannte er quer über die Bühne. Ja und jetzt kommen wir bereits zum letzten Song für die Fotografen, Ghosts. Und genau diesen Song liebe ich sehr. Er zeigt das ganze Spektrum des Musikers und seiner professionellen Band, die ihn begleitet. Dann heisst es für mich ab auf die Pressetribünen und das Konzert geniessen, bereits einige Fotos bearbeiten, um diese auf unserem Insta-Account präsentieren zu können.
Auf dem Weg Richtung Tribüne begegne ich Lars Weibel, dem Direktor der Swiss Eishockey Liga. Wir tauschen kurz ein paar Worte aus und weiter geht’s. Rechts huscht noch Natalie Rickli an mir vorbei und sucht den Aufgang zum VIP-Bereich. Kubilay Türkyılmaz steht oben und beschäftigt sich mit dem Handy. Natürlich sind auf der Tribüne die Pressplätze alle besetzt. Musste kurz den Leuten erklären, dass ich hier arbeiten muss. Die Fotos sind bereits auf dem PC, als sich vor mir ein Herr umdreht und fragt: «Wie sehen die Bilder aus?» Ich aktiviere mein Kurzzeit-Gedächtnis und antworte ihm spontan: «Ich kenne dich, du bist doch der Polizeidirektor des Kantons Bern, oder?» Er beantworte das mit ja und das Eis war gebrochen. Wir plauderten weiter und kamen darauf, dass mein Namensvetter Reto Nause am 17.6.23 Geburi hat. «Ich übrigens in drei Stunden», antworte ich ihm. Ich bin am Bearbeiten der Fotos, als er mit einem Bier vor mir auftaucht und «Prost» sagt. Wir haben noch kurz die Adressen ausgetauscht und ich verabschiede mich, als der «Boss» Nightshift anstimmt. Ich hörte dann die weiteren Titel ausserhalb des Stadions noch und für mich geht ein toller Abend zu Ende, während ich direkt in meinen Geburtstag hineinfeiere.
Zusammengefasst ein top Open-Air-Konzert vor mit 48'000 Zuschauern ausverkauftem Haus im Letzigrund. Einziger Wermutstropfen: Der Sound war für mich und viele Besucher schlecht abgemischt.
Eventdatum: 13.06.2023
Fotograf: Reto Turotti / szenemagazin.ch
Location: Letzigrundstadion, Zürich
Veranstalter: gadget abc entertainment group ag
Zuschauerzahl: 48000 ausverkauft
https://www.szenemagazin.ch/konzert/item/1095-ausverkauftes-letzigrundstadion-fuer-bruce#sigProId17601639ba
Weitere Informationen
- Fotograf/-in: Reto Turotti
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