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Abschlusskonzert im Zauberpark mit Luca Hänni

Abschlusskonzert im Zauberpark mit Luca Hänni Michelle Brügger / szenemagazin.ch

Schon zum zweiten Mal ist Luca Hänni mit dabei im Zauberpark – und auch dieses Mal tritt er am letzten Abend auf. Ob das ein gutes Zeichen sei, fragt er das Publikum. Die Antwort überlasse er uns. Nun…

Luca Hänni kam schon früh mit Musik in Berührung, genauer gesagt bereits im Kindergarten. Er spielt Schlagzeug, Gitarre und Klavier, schlug aber zunächst die handwerkliche Laufbahn als Maurer ein. Die Ausbildung brach er 2012 ab, als er bei «Deutschland sucht den Superstar» gewann und sich nur noch auf die Musik konzentrierte. Sein Debütalbum kletterte in der Schweiz und Österreich auf Platz eins und in Deutschland auf Platz 2.

2019 vertrat Hänni die Schweiz am Eurovision Song Contest und belegte den vierten Platz. Anfang 2020 macht er bei «Let’s Dance» mit und lernt seine jetzige Frau kennen. Er veröffentlicht die Single Diamant inklusive Musikvideo und im Herbst das vierte Album «110 Karat», auf dem er zum ersten Mal deutsch singt und nicht mehr englisch. Mit Ausnahme dieses Albums ging er jeweils auf Tour nach deren Veröffentlichungen. Luca Hänni war nicht nur als Singer/Songwriter aktiv. Im Fernsehen sah man in als Ninja Warrior, Bäcker, Scout und Mitglied des Rateteams bei «The Masked Singer Switzerland». In der deutschen Ausgabe von «The Masked Singer» gewann er dieses Jahr die achte Staffel. Schliesst sich da ein Kreis, dass er als Schweizer in Deutschland eine Musikshow gewinnt?

Im Zauberpark sind heute viele junge Fans anwesend. Die Schirme werden pünktlich zu Beginn zugeklappt, denn der vorhin kurz eingesetzte Regen macht Pause. Primo Berera meint bei der Ankündigung scherzhaft, er hoffe, Luca komme auf die Bühne. Er habe vorhin noch gemeint, es sei recht kalt. Ich habe zwar kein Zwinkern sehen können, aber das ist einer der mildesten Abende im Rahmen des Zauberparks. Natürlich kommt Luca Hänni auf die Bühne, in bequemer Hose, Wollpullover und dicker Winterjacke. Schon nach dem ersten Song ist ihm zu warm und er zieht die Jacke aus. Kein Wunder, das Energiebündel tanzt, was das Zeug hält.

Luca bedankt sich beim Publikum fürs zahlreiche Erscheinen. Er dürfe das jetzt schon seit 12 Jahren machen und denke, er habe noch Energie für die nächsten 10 Jahre. Das Publikum jubelt. Kurz Luft geholt und «15 Jahre?» ins Publikum gerufen. Natürlich finden das die Leute noch besser, als 10 Jahre. Er greift sich ans Kreuz, nimmt eine gebeugte Haltung an und meint: «Oder 20 Jahre?» Die Fans freut das sichtlich. Zwischendurch holt er für einen Tanz jemanden aus dem Publikum auf die Bühne – und erklärt Kayla, wie sie den Weg findet. «Ganz schnell am mobilen Klo vorbei», rät er ihr. Und weil es wohl etwas länger dauert bis sie da ist, äussert er den Verdacht, sie sei wohl noch kurz ausgetreten. Luca verlässt zwischendurch die Bühne und singt Mitten in der Menge. Es bildet sich rasch ein Kreis um ihn und da er nun mal nicht der Grösste ist, sieht ihn ausserhalb des dichten Kreises fast niemand.

Bild: Michelle Brügger (szenemagazin.ch)

Dafür, dass das Set heute nur etwas mehr als eine Stunde sein wird, redet Luca sehr viel. Zwischendurch verliert er den Faden und weiss nicht mehr, welcher Song als nächstes dran ist. Er sei oft unkonzentriert, räumt er ein. Den Eindruck habe ich auch, denn manche seiner Geschichten kommen etwas komisch an. Wie zum Beispiel als er erwähnt, er werde oft gefragt, ob Christine mit dabei sei. Er habe sie gefragt, ob sie mitkommen wolle, aber sie antwortete: «Ich habe frei, es ist Sonntag». Und seine Antwort war, es sei Sonntag, aber er müsse trotzdem arbeiten. Müssen? Ist es doch kein Dürfen mehr? Vieles, das er sagt, ist eine etwas zu lange Geschichte, die nichts mit der Musik zu tun hat. Ich frage mich insgeheim, ob er nach 4 Alben und 12 Jahren nicht genug Songs haben müsste, um 90 Minuten ohne diese Stories zu füllen.

Die Frage schiesst mir erneut durch den Kopf, als er ungefähr die dritte Coverversion zum Besten gibt. Nach einer Stunde erwähnt er dann noch nebenbei, dass dies sein letztes Konzert sei dieses Jahr. Und korrigiert direkt: fast. Er müsse (schon wieder müssen) um halb zehn noch an die Sports Awards. Nach 65 Minuten verschwindet er von der Bühne und die Zugaberufe gehen los. Natürlich kommt er nochmal zurück und meint: «Das ist dann aber wirklich der letzte Song». Um halb zehn ist er tatsächlich nach einer Zugabe und einem kurzen «Merci vielmal» weg. Einige verlassen das Gelände in Richtung Rundgang, andere holen sich im Genussdorf Nachschlag und unterhalten sich. Da Luca Hänni aber vom Regen abgelöst wird, verlasse ich das Gelände auf direktem Weg und verzichte auf einen allerletzten Rundgang, bevor der Zauberpark für dieses Jahr die Pforten schliesst.

 

Lichtkunst

Mondsucht – Nominal

Die Kraterstruktur verrät: das ist ein Mond. Wenn man im Genussdorf unten steht und die Silhouetten der Menschen sieht, die mit einem Kinderwagen daran vorbeispazieren, kommt mir manchmal E.T. in den Sinn. Durch den Sockel, auf dem der Mond steht, hat es aber auch etwas von einer Zauberkugel. Oder doch eine dieser Schneekugeln, die man schütteln kann? Schön ist es alleweil.

Bild: Michelle Brügger (szenemagazin.ch)

 

Fireflies – Studio Toer

Auf Deutsch heissen «Fireflies» Glühwürmchen. Die vielen Lichter schwirren tatsächlich wie Glühwürmchen über die Wiese. Wer genau hinschaut, sieht die Drähte, deren Enden leuchten. Aber für den Zauber schaut man lieber nur auf die schwebenden Lichtpunkte, die mir ein Lächeln ins Gesicht zaubern.

Bild: Michelle Brügger (szenemagazin.ch) 

 

 

Eventdatum: 10.12.2023

Fotografin:  Michelle Brügger / szenemagazin.ch

Location:  Zauberpark, Kloten

Veranstalter: NOA

Zuschauerzahl: unbekannt

 

Weitere Informationen

  • Fotograf/-in: Michelle Brügger
Publiziert in Konzert

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