Michelle Brügger
Klein, aber fein ist er, der Komplex Klub mit einer Kapazität von maximal 300 Personen. Die Energie und Freude der Musiker aller drei Bands sind deutlich spürbar. Sie haben keine Berührungsängste wie andere und manche stehen Mitten im Publikum, um sich den Auftritt der Tourkollegen anzuschauen. Die Fanbase wurde in Zürich definitiv für alle drei Bands erweitert.
Der Abend fühlte sich an, wie unter Freunden, an dem Sarah Connor aus dem Nähkästchen plaudert. Denn ihre deutschen Texte basieren auf ihren Erlebnissen mit Tiefgang. War das Fernbleiben für viele eine verpasste Chance, die Sängerin live zu erleben? In Zürich auf jeden Fall, denn die Show haben sich viel zu wenig Fans gegönnt.
Es ist einer dieser Abende, an denen sich Kategorien auflösen: Das London Symphonic Rock Orchestra zeigt, wie mitreissend vertraute Rocksongs klingen können, wenn sie in orchestrale Wucht und viel sichtbaren Spielspass gehüllt werden. Schwarze Outfits, bemalte Gesichter und ein Set voller ikonischer Songs verwandeln den Abend in ein unerwartet intensives Gesamterlebnis.